Führungen in der Flussperlmuschel-Zuchtanlage
KEFERMARKT. Die Nachzuchtanlage für die selten gewordenen Flussperlmuscheln kann am Dienstag, 17. August, besichtigt werden. Der Treffpunkt wird nach Anmeldung bekanntgegeben.

In den Gewässern der österreichischen Böhmischen Masse (Mühlviertel, Waldviertel und einige angrenzende Gebiete südlich der Donau) leben die Flussperlmuscheln. Heute kommen in weniger als einem Viertel der ehemals muschelführenden Gewässer noch Flussperlmuscheln vor. Oberösterreich hat eine besondere Verantwortung für die Flussperlmuscheln. Die Naturschutzabteilung des Landes fördert daher erfolgreiche Projekte zum Erhalt dieser Tiere. In einer eigens errichteten Zuchtstation in Kefermarkt betreut das Team des Technischen Büro blattfisch e.U. Flussperlmuscheln der Waldaist und der Naarn. Im Zuge des Rahmenprogramms zur Ausstellung „Heimische Perlengeheimnisse“ kann am Dienstag, 17. August, die Nachzuchtanlage um 10, 13 und 15 Uhr gegen Voranmeldung besichtigt werden. Der Treffpunkt wird nach Anmeldung bekannt gegeben.
Nur noch wenige Restvorkommen
Nur im oberösterreichischen Mühl- und im niederösterreichischen Waldviertel sowie in Bayern und Tschechien finden sich in Mitteleuropa noch bedeutende Restvorkommen der Flussperlmuschel, darum hat Österreich eine besondere Verantwortung innerhalb der EU, den Fortbestand dieser Art zu gewährleisten. Die Abteilung Naturschutz am Amt der Oberösterreichischen Landesregierung hat darum im Jahr 2011 ein langfristiges und umfangreiches Artenschutzprojekt mit dem Titel Vision Flussperlmuschel ausgerufen, das seit 2006 vom Technischen Büro blattfisch e.U. betreut wird.
Winzige Muscheln
Im Rahmen der heutigen Nachzuchtprogramme werden die aus den Bachforellenkiemen herausrieselnden Jungmuscheln drei Monate in einer „Schälchen-Hälterung“ versorgt und mit 1 mm Größe in Buddensiek-Lochkäfigen in Aufzuchtgewässer umgesiedelt.


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