HIRSCHBACH. Rund 50 Interessierte holten sich beim Vortrag zum Thema Blackout Tipps zur Eigenvorsorge.

Unter einem Blackout versteht man einen längerdauernden, großflächigen Stromausfall . Robert Zens vom OÖ Zivilschutzverbandes unterstrich wiederholt die Wichtigkeit der Eigenvorsorge, die jeder Haushalt mit einfachen Mitteln umsetzen kann. Er stellte klar, dass die Behörden im Notfall mit ohnehin eingeschränkten Personalressourcen sehr viele organisatorische Belange im eigenen Tätigkeitsumfeld umzusetzen haben und jeder Bürger in Sachen Versorgung auf sich gestellt ist. Dann ist es wichtig, dass man zumindest für ein paar Tage die nötigsten Lebensmittel vorrätig hat und sich in seinem persönlichen Umfeld (Familie, Nachbarn, Arbeitgeber, etc.) eine Kommunikationsstruktur überlegt hat.
Dass ein großräumiger und länger andauernder Stromausfall durchaus eintreten kann, zeigte Zens anhand von Daten des österreichischen Netzbetreibers APC (Austrian Power Grid). Es ist zudem wichtig zu wissen, dass bereits nach nur eine paar Tagen sämtliche Lieferketten ins Wanken geraten (Internet-basierte Bestell-Logistik etc.) und es entsprechend Zeit bedarf, bis alle Kaufhausregale wieder befüllt sind. Neben einer Information über weitere Aufgaben des OÖ Zivilschutzverbandes verwies der Vortragende auch auf die leider wieder steigende Strahlengefahr durch ein beschädigtes Atomkraftwerk. Hier ist es wichtig, dass jeder Haushalt z. B. Kaliumjodittabletten vorrätig hat. In den Schulen sind diese Tabletten nur für die anwesenden Schüler lagernd. Die Gemeinde Hirschbach hat sich bereits mit dem Blackout-Szenario beschäftigt und Dank der Bereitschaft vieler Bürger in jeder Ortschaft sogenannte Selbsthilfebasen benannt. Die Hauseigentümer dieser Selbsthilfebasen haben im Rahmen dieses Vortrages ein Notfallradio mit weiteren Funktionen überreicht bekommen.


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