Platz zwei zum Ende der Paralympics-Qualifikation für Flo Brungraber
LASBERG. Mit einem 2. Platz beim hochkarätig besetzten Para-Series Bewerb in Swansea schloss Florian Brungraber die Qualifikation für die Paralympics 2024 erfolgreich ab. Trotz einem kleinen „Hoppala“ konnte der Lasberger seinen Dauerrivalen Geert Schipper hinter sich lassen. Der Sieg ging abermals an den Dominator Jetze Plat.

Erstmals kam es in diesem Jahr in der Klasse „Paratriathlon Wheelchair“ zum Kräftemessen der Medaillenanwärter in Paris. Mit Jetze Plat und Geert Schipper (beide NED) standen neben dem Elzer Florian Brungraber jene beiden Athleten am Start, die aktuell die Benchmark vorgeben. Den Paralympicssieger im Triathlon und Handbike, Jetze Plat, zu schlagen, ist für Brungraber „illusorisch“ - zu stark ist der Holländer. Mit Geert Schipper gab es aber in den vergangenen Jahren immer wieder hauchdünne Entscheidungen. Das einzige Aufeinandertreffen in diesem Jahr fand Mitte Mai in Yokohama, Japan, statt - und da hatte Schipper die Nase vorne.
Brungraber drehte den Spieß um
In Swansea konnte Brungraber den Spieß aber umdrehen: Der Oberösterreicher merkte beim Schwimmen im Prince of Wales Dock zwar, dass Schipper ihm auf den Fersen lag, mit gutem Vorsprung nach den 750 Metern ging es aber in die erste Wechselzone.
Mit dem schnellsten Wechsel im Feld konnte Brungraber auf der technisch sehr anspruchsvollen Strecke dann noch weiter Boden gutmachen. Während Plat vorne allen davonfuhr begab sich Österreichs Paratriathlon-Ass auf die abschließende Laufstrecke, die es mit dem Rennrollstuhl zu bewältigen galt.
Kurzer Schockmoment
Dann ein kurzer Schockmoment: Brungraber wollte bereits nach der zweiten von drei Runden in den Zielkanal einbiegen. Er bemerkte aber rasch, drehte um, vervollständigte die fünf Kilometer und konnte dennoch vor Schipper auf Rang zwei über die Ziellinie rollen.
„Es ist, bis auf das kleine Hoppala, alles sehr gut verlaufen. Ich werde jetzt mit einem guten Gefühl heimreisen und nach einer kurzen Regeneration einen letzten Trainingsblock, der natürlich auf Paris aufbaut, einlegen. Es wird sicher anstrengend werden, aber ich bin voller Vorfreude und voller Motivation für das eine große Rennen“, so Brungraber, der sein großes Ziel Paris 2024, vorbehaltlich der Nominierung durch das Österreichische Paralympische Komitee, bereits fest im Visier hat.


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