Freistädter Faustballerinnen holen erstmals Feld-Staatsmeistertitel
FREISTADT. Das Frauenteam der Union Compact Freistadt erfüllt sich einen Traum und holt erstmals in der Vereinsgeschichte den Feld-Staatsmeistertitel.

Die Union Compact Freistadt (Frauen) und die Union Tigers Vöcklabruck (Männer) sind die neuen österreichischen Staatsmeister. Beim Final3 auf der Sportanlage des ASV Taxham in Salzburg setzte sich Freistadt im Frauen-Endspiel nach verlorenem ersten Satz mit 4:1 (4:11, 11:7, 11:6, 11:4, 11:5) gegen Titelverteidiger Union Haidlmair Schwingenschuh Nussbach durch und feierte den ersten Feld-Staatsmeistertitel der Vereinsgeschichte. Bei den Männern ließ Hallen-Champion und Weltpokalsieger Vöcklabruck dem TV Wohnplan Enns keine Chance und gewann das Finale klar mit 4:0 (11:6, 11:8, 11:6, 11:9).
Freistadt dreht das Finale und erfüllt sich den Titeltraum
Wie schon am Vortag mussten sich beide Finalisten zunächst auf die schwierigen Windverhältnisse einstellen. Das gelang Titelverteidiger Nussbach zunächst deutlich besser. Die Kremstalerinnen knüpften nahtlos an ihre starke Leistung aus dem Halbfinale gegen Urfahr an und dominierten den ersten Satz, während sich Freistadt mit Gegenwind sichtlich schwertat.
Mit zunehmender Spieldauer fanden die Mühlviertlerinnen jedoch immer besser ins Spiel. Vor allem die brasilianische Weltklassespielerin Cecilia Jaques übernahm mehr und mehr das Kommando. Dank eines präzisen Zuspiels gelang es Freistadt immer wieder, Jaques und ihre Angriffspartnerin Magdalena Karger ideal in Szene zu setzen. So drehte der Grunddurchgangssieger das Spiel, gewann vier Sätze in Folge und durfte erstmals den Feld-Staatsmeistertitel bejubeln.
„Hart an diesem Titel gearbeitet“
„Ich bin fast sprachlos. Wir haben extrem hart an diesem Titel gearbeitet. Er hat uns noch gefehlt. Der erste ist immer der schönste“, freute sich Freistadt-Trainer Andreas Teufer. „Wir haben enorm viel investiert. Heute hat sich der Aufwand gelohnt.“ Auch Antonia Woitsch konnte ihre Emotionen kaum in Worte fassen: „Das Gefühl ist unbeschreiblich. Bis ich es wirklich realisiert habe, wird es wahrscheinlich noch ein paar Tage dauern. Heute war endlich der Moment da. Es fällt so viel Last von einem ab.“
Entscheidend sei gewesen, nach dem verlorenen Auftaktsatz ruhig geblieben zu sein. „Wir haben den ersten Satz einfach abgehakt. Ab dem zweiten Satz haben wir im Angriff konsequenter gespielt und den zweiten Ball besser an der Leine gehabt. So ist das Momentum auf unsere Seite gekippt.“
„Niederlage ist immer schmerzhaft“
Nussbach verpasste hingegen die Titelverteidigung trotz eines starken Final3-Wochenendes. „Eine Niederlage ist immer schmerzhaft“, sagte Trainer Marco Salzberger. „Eineinhalb Sätze haben wir richtig gut gespielt und Freistadt vor Probleme gestellt. Danach war der Wind etwas weniger und wir haben nicht mehr in unser Spiel gefunden. Ich ziehe meinen Hut vor Cecilia Jaques. Sie hat heute gezeigt, warum sie die beste Angreiferin ist.“


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