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Viel Gelegenheit zum Gespräch beim Wandern am Johannesweg mit LR Hiegelsberger

Regina Wiesinger, 17.07.2017 12:14

MÜHLVIERTLER ALM. Heuer wurde bereits zum dritten Mal die jeweils am 14. Juli stattfindende Wanderung am Johannesweg mit Landesrat Max Hiegelsberger und Bauernbunddirektorin Maria Sauer durchgeführt.

LR Hiegelsberger, Bezirksbäuerin LKR Johanna Miesenberger, BBO-Stv. Josef Greindl, Dr. Johannes Neuhofer, Dir. Maria Sauer, BBKO Josef Mühlbachler, BBO Berthold Lummetsberger, Bgm. Herbert Haunschmied Foto: OÖ Bauernbund

Organisiert von den Bauernbundortsgruppen Schönau und Bad Zell führte die Wanderstrecke die rund 100 Teilnehmer von der Johanneswegkapelle in Pierbach nach Oberndorf in Schönau. Labstationen gab es bei den auf der Strecke liegenden landwirtschaftlichen Betrieben Maria und Reinhold Naderer in Kaining und Alfred Panholzer in Amberg. Beide Betriebe werden im Nebenerwerb mit Mutterkuhhaltung geführt.

Initiator wandert mit

Bei der Mittagsrast auf der Stoaninger Alm erläuterte der Initiator des Johannesweges Dr. Johannes Neuhofer seine Beweggründe zur Gründung dieses Wanderweges. Der Johannesweg mit einer Länge von 84 Kilometern wurde bewusst in dieser noch sehr unberührten Natur des Mühlviertels angelegt. Mit zwölf Lebensregeln und Weisheiten, auf die entlang der Strecke hingewiesen wird, sollen Grundprobleme des Alltages besser bewältigt werden können, die häufig auch Ursachen für Krankheiten sind.Der Johannesweg besteht nunmehr seit fünf Jahren und zählt immer mehr Besucher, so gab es letztes Jahr über 13.000 Nächtigungen. „Wir leben in einer Zeit der Raserei, in der die Angst die Seele auffrisst“, so Dr. Johannes Neuhofer, „der Johannesweg steht für die Balance zwischen Innen- und Außenleben!“

Gespräche führen

Bei dieser Wanderung gab es ausreichend Zeit mit LR Max Hiegelsberger ins Gespräch zu kommen. LR Hiegelsberger wies auf die Bedeutung der Ausbildung unserer bäuerlichen Jugend hin. Mit der Eröffnung der neuen Landwirtschaftsschule in Hagenberg im heurigen Herbst, sowie der neuen Agrarischen Fachhochschule in Oberösterreich wird dem Rechnung getragen. Ein aktuelles Thema in der Landwirtschaft ist die derzeitige Dürre. Die diesbezügliche Erweiterung der Elementarversicherung im Jahr 2015 ist den betroffenen Betrieben eine große Hilfe. Bauernbund-Bezirksobmann BBKO Josef Mühlbachler wies darauf hin, dass in der neuen GAP-Periode die Bergbauernförderung für tierhaltende Betriebe ein wesentlicher Bestandteil sein muss. Diskutiert wurde auch der Naturschutz, wo es durch Biber, Wolf und Fischotter zu Interessenskonflikten mit der Landwirtschaft kommt. LR Max Hiegelsberger appellierte: „Wenn die Gemeinschaft funktioniert, dann gelingt vieles“. Diese Gemeinschaft war bei dieser Johanneswegwanderung spürbar.


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