„Arbeitsplatz wegen Burnout geschlossen“ - SJ startet Kampagne zu Arbeitszeitverkürzung
FREISTADT/PREGARTEN. Eine Kampagne zur Arbeitszeitverkürzung haben die Mitglieder der Sozialistischen Jugend gestartet. Auch in Freistadt und Pregarten machten sie auf die Problematik aufmerksam.

„Vollerwerbstätige in Österreich arbeiten im EU-Vergleich am zweitlängsten, nämlich ganze 43 Stunden pro Woche. Unzählige Studien haben schon gezeigt, dass eine derartige Arbeitsbelastung nicht gesund ist und Erkrankungen stetig zunehmen. Derzeit ist sogar ein Drittel der erwerbstätigen Menschen Burnout gefährdet“, sagt Mario Pilgerstorfer, Vorsitzender der Sozialistischen Jugend (SJ) Freistadt.
Die SJ sieht die Lösung in einer Arbeitszeitverkürzung auf 30 Stunden pro Woche – bei gleichem Lohn und Gehalt. „Die Unternehmensgewinne steigen seit Jahren und auch die Produktivität ist seit der letzten Arbeitszeitverkürzung in den 70ern um weit mehr als 35 Prozent gestiegen. Löhne und Gehälter sind aber stagniert oder sogar gesunken. Arbeitszeitverkürzung ist also leistbar. Sie würde mehr Gerechtigkeit schaffen und auch Arbeiter und Angestellte endlich an Produktivitätszuwächsen beteiligen“, meint Fiona Kaiser, Landesvorsitzende der SJ.
Die SJ erhofft sich von einer Arbeitszeitverkürzung außerdem einen Rückgang von Krankenständen und Überstunden und eine Bekämpfung der Arbeitslosigkeit.


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