Seuchengefahr: Die Afrikanische Schweinepest klopft an
BEZIRK FREISTADT. Vor einem hohen Risiko der Einschleppung der Afrikanischen Schweinepest warnt die Bezirkshauptmannschaft Freistadt. Das Virus rückt mit dem Auftreten in Tschechien immer näher an Österreich heran.

Bei 15 verendeten Wildschweinen im tschechischen Bezirk Zlin (80 Kilometer von der Grenze zu Österreich entfernt) wurde die Afrikanische Schweinepest (ASP) schon nachgewiesen. In den baltischen Staaten, sowie in der Ukraine, Polen und Russland zirkuliert die ASP nach wie vor in Wild- und Hausschweinebeständen.
Keinerlei Gefahr für Menschen
Die äußerst ansteckende, meist fieberhaft verlaufende Seuche befällt Haus- und Wildschweine, stellt aber für den Menschen überhaupt keine Gesundheitsgefährdung dar.
„Dass die ASP so nahe an Österreich rückt, diese Bedrohung ist neu“, sagt Amtstierarzt Roland Pagl von Bezirkshauptmannschaft Linz-Land.
Sehr widerstandsfähiger Virus
Der Erreger, ein Virus, ist sehr widerstandsfähig und kann Wochen bis Monate in Fleisch, Fleischwaren und Schlachtabfällen überleben, in gefrorenem Fleisch sogar mehrere Jahre.
Übertragen wird die ASP vor allem durch infizierte Schweine und das Verfüttern kontaminierter Speiseabfälle, aber auch über nicht desinfizierte Transportfahrzeuge, Schadnager, Ungeziefer und unsaubere Stallkleidung.
„Keine Jagdausflüge in die betroffenen Länder unternehmen“
Der Kontakt zwischen Haus- und Wildschweinen ist zu vermeiden und das Verfüttern von Speiseabfällen an Hausschweine verboten. „Hauptgefahrenquelle ist aber Schwarzwild, das von Jagdausflügen in Tschechien oder anderen, von der ASP betroffenen Ländern, nach Österreich eingeführt wird“, warnt Amtstierarzt Roland Pagl.
Auch unbehandelte Jagdtrophäen stellen ein hohen Einschleppungsrisiko dar. Aufgrund der Gefahrenlage kommt den Hygienemaßnahmen bei der Jagd besondere Bedeutung zu.
Bezirkshauptmannschaft ist für die Seuchenbekämpfung gewappnet
Besondere Vorsicht sei zudem angebracht, wenn Schweinehalter gleichzeitig die Jagd ausüben, warnt die Bezirkshauptmannschaft Freistadt. Tot aufgefundene Wildschweine sind den zuständigen Behörden zu melden.
„Sollte im Bezirk ein Verdacht auf ASP bestehen, so ist die Bezirkshauptmannschaft für die Seuchenbekämpfung gewappnet“, versichert Pagl.


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