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BEZIRK FREISTADT. Die Lehrlingssituation im Bezirk ist etwas angespannt. 146 offenen Lehrstellen stehen Ende Oktober nur 71 Lehrstellensuchende gegenüber.

31 Lehrstellen sind im Bereich Fremdenverkehr im Bezirk offen. Foto: Pressmaster/Shutterstock.com
31 Lehrstellen sind im Bereich Fremdenverkehr im Bezirk offen. Foto: Pressmaster/Shutterstock.com

Klar ersichtlich ist somit, dass es derzeit im Bezirk mehr offene Lehrstellen als Lehrstellensuchende gibt. Ende Oktober gibt es 47 sofort besetzbare Lehrstellen und nur 15 Jugendliche, die sofort eine Lehrausbildung beginnen können. Also ein Verhältnis von drei offenen Lehrstellen zu einem Lehrstellensuchenden. „Diese Situation wird in den nächsten Jahren, nicht zuletzt wegen der demografischen Entwicklung und dem Trend, außerhalb des Bezirks eine Lehrausbildung zu beginnen, nicht einfacher“, sagt AMS-Freistadt- Leiter Alois Rudlstorfer. „Manche Betriebe stellt diese Situation schon jetzt vor besondere Herausforderungen. Sie können für ihren Fachkräftenachwuchs, den sie für die Zukunft unbedingt brauchen, nicht mehr selbst sorgen.“

Regionales Angebot schmackhaft machen

Die demografische Entwicklung ist kurzfristig nicht umkehrbar. Sehr wohl gäbe es aber Potential bei den Lehrstellensuchenden, die sich Richtung Zentralraum orientieren. „Oft wird das Angebot im Bezirk nicht geachtet oder es ist einfach nicht bekannt. Nicht selten sind ein paar Euro mehr an Lehrlingsentschädigung ausschlaggebend für die Entscheidung, nicht im Bezirk zu lernen. „Vergessen wird da oft, dass spätestens nach Ende der Ausbildungszeit mit der Lehrlingsfreifahrt Schluss ist und für die Fahrt zum Arbeitsort ordentliche Kosten entstehen. „Die Lehrausbildung wird derzeit ganz klar unter ihrem Wert geschlagen“, meint Rudlstorfer vom AMS Freistadt. Das alte Sprichwort „Lehre hat goldenen Boden“ hat nichts an seiner Aktualität verloren. „Auch bei den Verdienstchancen stehen sie Maturanten oder Studienabsolventen oft in nichts nach. Insbesonders, wenn man die Lebensverdienstsumme heranzieht. Der spätere Berufseinstieg eines Akademikers ist in seinem Berufsleben kaum mehr aufzuholen.“


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