Radargeräte für Freistadt geplant
FREISTADT. Der Ankauf von Radarkästen und einem Gerät soll in der kommenden Freistädter Gemeinderatssitzung am 19. März beschlossen werden. Fünf „Blitzer“ sind geplant, der Beschluss wird nur mehr Formsache sein.

Im Verkehrsausschuss soll das Thema schon durch sein, jetzt ist der Gemeinderat gefragt. Der Ankauf von fünf Radarkästen um rund 100.000 Euro stößt bei der Bürgerliste WIFF aber nicht auf Gegenliebe. “Nach strengen Strafen für sündige Kirchenbesucher, welche ihr Auto auf der Mittelinsel des Freistädter Hauptplatzes parken, sagt Freistadt jetzt auch den vermeintlich unzähligen Siedlungsrasern den Kampf an. Dass der Aufwand hier in keinem Nutzen zum Sicherheitsgewinn steht, ist manchen wohl egal. Denn bei der nächsten Gemeinderatssitzung sollen fünf Radarboxen und eine Kamera um rund 100.000 Euro angekauft werden. Die Bürgerliste WIFF lehnt diese Abzocke der Autofahrer ab, weil sie kaum mehr Sicherheit bringen wird, sondern nur Geld kostet. Die Gemeinde zahlt ums teure Geld den Ankauf, während die meisten Strafgelder das Land einstreifen wird, da zwei der fünf Radarstandorte an der Bundesstraße liegen“, ärgern sich WIFF-Fraktionsobmann Rainer Widmann und WIFF–Verkehrsausschussmitglied Bernhard Mayer, die Freistadt nicht zur Stadt der „Blitzer“ im Mühlviertel machen wollen.
Geplante Standorte sind: Eglsee, Bahnhofstraße auf Höhe Hallenbad, Linzerstraße Höhe Jaunitzsiedlung, Leonfeldner Straße auf Höhe Haberkorn und die Sonnbergstraße. „Diese Standorte wurden ausgewählt, weil von dort viele Beschwerden gekommen sind. Die Plätze wurden von Polizei und Bezirkshauptmannschaft geprüft, das ist eine aufwändige behördliche Genehmigung“, sagt Verkehrs-Stadträtin Sonja Seifried (SPÖ). Dass zwei Standorte auf der Bundesstraße gewählt worden sind, erklärt Seifried so: „Es soll alles ein Geben und Nehmen sein. Da uns die Polizei das Auslesen und den Austausch der Geräte übernehmen muss und Arbeit damit hat, sollen die Beamten auch etwas davon haben.“ Das Geld der anderen zwei Standorte geht direkt an die Gemeinde.
„Warum erst jetzt?“
Die drei Standorte in den Siedlungen werden die ansässigen Autofahrer nach wenigen Tagen kennen und Schnellfahrer nur dort abbremsen. Nur vereinzelt werden Ortsfremde dort in eine Radarfalle gehen, ist die Meinung der WIFF-Mitglieder. Seifried: „Das Gerät in den Kästen wird regelmäßig ausgetauscht, es ist immer nur ein Kasten scharf.“ Aufgestellt wird voraussichtlich zu Sommerbeginn. „Die Gespräche laufen schon längere Zeit, eigentlich hat es von allen Fraktionen Zustimmung dafür gegeben, auch von WIFF“, wundert sich Sonja Seifried über die abwehrende Haltung der Bürgerliste.
„Warum dort nicht schon vor der Freistädter Umfahrung – als der Verkehr deutlich mehr war – Radarfallen für angeblich mehr Sicherheit aufgestellt wurden, sondern erst jetzt, bleibt ein sicherheitstechnisches Rätsel“, sagt Widmann.
„Besser wären Schwerpunktkontrollen“
„Fakt ist, dass die Radarfallen auf Wunsch der Stadt aufgestellt werden. Fakt ist, dass in den Siedlungsstraßen der Sicherheitseffekt gering sein wird. Fakt ist auch, dass die Gemeinde teuer die Anschaffung zahlt, während das Land die meisten Strafgelder entlang der Bundesstraße aus den Radarboxen kassieren wird. Besser wären punktuelle bauliche Maßnahmen in den Siedlungsstraßen gewesen und mit der Exekutive vereinbarte Schwerpunktkontrollen, umso mehr Sicherheit zu schaffen. WIFF wird daher gegen die fragwürdigen Radarboxen stimmen“, sagen Widmann und Mayer abschließend. Die Polizei hätte aber zu wenige Kapazitäten frei, um die Geschwindigkeitsüberwachungen im Stadtgebiet so effizient durchzuführen, erwidert Seifried.
Ein Statement von Bürgermeisterin Elisabeth Paruta-Teufer findet man hier!


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21.03.2018 18:05
Radarkästen
Ich bin zwar kein Fan der Bürgermeisterin aber für die Radarkästen habe ich volles Verständnis den in Freistadt haben sich Rennstrecken enwickelt. Auch in der Kaspar-Schwarzstraße wäre dringend ein solcher notwendig denn diese hat sich trotz Baustelle und 30er Beschränkung zur Scnellstraße und als Umfahrungstraße für die westlichen Anrainergemeinden herauskristallisiert