Erfreuliches vom Arbeitsmarkt: Arbeitnehmer 50+ sind gefragt
BEZIRK FREISTADT. Erfreuliches gibt es vom Arbeitsmarkt in der Region zu berichten. Die Arbeitslosenquote im Bezirk Freistadt liegt bei nur 2,8 Prozent – und die Zahl der arbeitslosen über 50-Jährigen sinkt.

Mit 811 Arbeitssuchenden sind Ende Oktober 2018 um 124 Pesonen weniger ohne Job als im Vergleichsmonat des Vorjahres.
„Der Rückgang betrifft sowohl Frauen als auch Männer, alle Bildungsniveaus und alle Altersgruppen. Endlich sinken auch die Zahlen der über 50-Jährigen“, weiß AMS-Leiter Alois Rudlstorfer zu berichten. Immerhin hätten 2017 schon 526 über 50-Jährige wieder einen Job gefunden.
„Angesichts des Fachkräftemangels und der schrumpfenden Arbeitslosenzahlen ist es nicht verwunderlich, dass Betriebe nun auch vermehrt auf ältere Arbeitsuchende zurückgreifen“, sagt der Freistädter AMS-Chef.
432 offene Stellen
Derzeit gibt es bei den Betrieben im Bezirk 432 offene Stellen. „Das bedeutet, dass rein rechnerisch auf eine freie Arbeitsstelle lediglich 1,8 Arbeitsuchende kommen. Bei dieser geringen Auswahl wird nun vermehrt auf Arbeitskräfte zurückgegriffen, die nicht hundertprozentig den Anforderungen der Betriebe entsprechen – und das hilft so genannten Problemgruppen, wie Älteren, gesundheitlich Angeschlagenen oder auch Wiedereinsteigerinnen“, sagt Alois Rudlstorfer.
Zuschüsse für Betriebe
Betriebeür weiterhing mit Lohnkostenzuschüssen. Diese können beim AMS vor der Aufnahme der Arbeitskraft beantragt werden.
Dramatische Lage am Lehrstellenmarkt
„Dramatisch schaut es momentan auf dem Lehrstellenmarkt aus“, sagt der AMS-Leiter. Derzeit stehen 13 sofort verfügbaren Lehrstellensuchenden 72 sofort verfügbare offene Lehrstellen gegenüber.
Für Sommer 2019 sind zusätzlich 150 Lehrstellen beim Freistädter AMS gemeldet.
„Um Betriebe hier bestmöglich zu unterstützen, versuchen wir in Kooperation mit den Polys des Bezirks möglichst alle Schulabgänger kommenden Jahres beim AMS vorzumerken und ihnen speziell das Lehrstellenangebot im Bezirk näher zu bringen bzw. Lehrstellen aus dem Bezirk anzubieten. Auch, wenn wir nicht verhindern können, dass Jugendliche eine Lehrstelle außerhalb des Bezirks annehmen, können wir so zumindest auf das regionale Angebot vermehrt aufmerksam machen und dazu beitragen, dass vielleicht mehr Jugendliche als bisher ihre Ausbildung im Bezirk beginnen“, sagt Rudlstorfer.


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