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HAGENBERG. Visual Effects für den nächsten Marvel-Blockbuster kreieren oder virtuelle Welten für das Must-Have PC-Game – diese Träume rücken für 25 Jugendliche aus Österreich und angrenzenden Ländern in greifbare Nähe. Denn sie starteten am 1. Oktober am FH OÖ Campus Hagenberg ins neue Bachelorstudium Digital Arts, das ihnen spannende Berufsaussichten in der auch in unserem Land mittlerweile gut entwickelten Games- und Animationsbranche eröffnet.

  1 / 2   Gruppenfoto mit den „Erstis“ – Diese 25 Jugendlichen aus Österreich und dem angrenzenden Ausland sind der erste Jahrgang des neuen Bachelorstudiums Digital Arts in Hagenberg. (Foto: FH OÖ)

Mit „Digital Arts“ (www.fh-ooe.at/da-ba) bietet Hagenberg seit diesem Wintersemester erstmals auch auf Bachelor- und nicht nur auf Master-Niveau ein spezialisiertes design-orientiertes Studium für Animation, Games und audiovisuelle Medien. Das Interesse am neuen Studiengang war unter den Jugendlichen entsprechend groß. „Der Studiengang ist mit seiner Fokussierung auf Games und Animation in Österreich tatsächlich einzigartig“, sagt Studiengangsleiter Jürgen Hagler. „Die Bewerbungen waren sehr zahlreich und wir freuen uns, nun mit 25 jungen Menschen ins erste Semester starten zu können.“

Sie kommen aus Oberösterreich, Niederösterreich, Salzburg, Wien, der Steiermark, Vorarlberg sowie Deutschland und Südtirol. Unter ihnen ist Mia Cain aus Braunau (Oberösterreich), für die ihre Studienwahl klar auf der Hand lag: „Ich wurde auf die Fachhochschule in Hagenberg durch einen Lehrer an der HTL Salzburg aufmerksam. Weil ich mich stark für 3D Kunst und Game Design interessiere, schien mir Digital Arts genau richtig!“

Neuer Studiengang

Der neue Bachelor-of-Arts Studiengang ergänzt den seit 2009 bestehenden Bachelor in Medientechnik und -design. Im Fokus des Digital Arts Studiums steht der gestalterische Aspekt und die kreative Umsetzung von Charakteren, Stories und Welten, von der Konzeption bis zur Produktion und mit den in der Branche gängigen Tools, die heute auch ohne großes technisches Know-how einsetzbar sind. Zudem wird der Praxisbezug großgeschrieben, der im Rahmen von unterschiedlichen Projekten umgesetzt wird. Hierbei eröffnet die gute Verbindung der FH zur Branche und die enge Zusammenarbeit mit dem Ars Electronica – Hagler ist Direktor des Ars Electronica Animation Festivals und Initiator des seit neun Jahren im Rahmen des Ars Electronica Festivals abgehaltenen Expanded Animation Symposiums – spannende Möglichkeiten.

Absolventen sind somit für vielfältige Karrierewege in den Bereichen Film/Video, TV, 2D/3D Animation, Motion Design, Visualisierung, Games und Mixed Reality ausgebildet. „Typische Tätigkeitsbereiche sind etwa Postproduction, Visual Effects, Animation, Motion Design, Storyboard/Concept, Digital Content Creation, Visualisierung, Game Art and Design, Serious Games, Sound Design oder Mixed Reality“, erklärt Hagler. Zudem eröffnen sich viele weitere Möglichkeiten, z. B. in Zusammenhang mit der Kreation von Lernspielen und virtuellen Welten. Denn Gamification – also Punkte, Levels, Herausforderungen, Abzeichen und Co. – ist längst nicht mehr nur in der Welt des Entertainments zu finden, sondern hat inzwischen auch in der Mitarbeiter-Motivation, im Recruiting, bei Sport und Fitness sowie in Lernumgebungen Einzug gehalten. Damit sind die Karriereaussichten nicht nur im fernen Hollywood und im angrenzenden Ausland vielversprechend, sondern auch in Österreich, wo sich, wie Hagler bestätigt, der Game- und Animationssektor gut entwickelt hat.

Der Bachelor Digital Arts ist ein sechssemestriges Vollzeitstudium. Zugangsvoraussetzung ist die Hochschulreife. Eine Bewerbung für das Studienjahr 2022/23 ist bereits möglich. Information zum Studium gibt es unter www.fh-ooe.at/da-ba und auch beim Infotag der FH OÖ am 26. November 2021 in Hagenberg.


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