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PREGARTEN. Die Pfahnl Backmittel GmbH mit Sitz in Halmenberg exportiert ihre Produkte in 40 Länder weltweit. Der Krieg zwischen Russland und der Ukraine legt die Expansionspläne des Unternehmens in Russland vorerst auf Eis.

Firmenchef Andreas Pfahnl (Foto: Simon Fischbacher)
Firmenchef Andreas Pfahnl (Foto: Simon Fischbacher)

Bereits seit 2007 hat der Pregartner Mehl- und Backzutatenerzeuger den Markt für seine Backmittel in Russland erfolgreich aufgebaut. 2017 wurde in Grundstück in der 400.000 Einwohner zählenden Stadt Tver, die rund 170 Kilometer nordwestlich von Moskau liegt, angekauft.

„Die Russen haben ähnliche Verzehrsgewohnheiten wie wir, was Brot, Backwaren und Feinbackwaren betrifft. Zudem ist der Markt mit 145 Millionen Verbrauchern riesig und deshalb sehr interessant für uns“, sagt Firmenchef Andreas Pfahnl, der das höchst erfolgreiche Mühlviertler Familienunternehmen bereits in 16. Generation führt.

Geplant war, 2020 mit dem Bau eines eigenen Werks zu beginnen. „Die Vision wäre gewesen, von Tver aus den gesamten eurasischen Raum zu bedienen. Erst kam die Pandemie dazwischen, jetzt der Krieg. Momentan liegt das Projekt damit natürlich auf Eis “, sagt Pfahnl, der insgesamt 150 Mitarbeiter beschäftigt.

Stetiger Kontakt mit den Mitarbeitern in Russland und der Ukraine

13 bis 16 Prozent der in Halmenberg hergestellten Produkte seien für den russischen Markt bestimmt. Exportmäßig laufe das Geschäft mit Russland momentan aber noch, und die Erlöse daraus erhalte Pfahnl derzeit auch noch. „Mit der Betonung auf noch, denn das kann sich jede Stunde ändern“, so der Geschäftsführer. Mit den 13 Mitarbeitern (Technologie, Verwaltung, Verkauf) von Pfahnl in Russland stehe man täglich in Kontakt, ebenso mit den Mitarbeitern des ukrainischen Vertriebspartners an dem rund 50 Kilometer von Kiew entfernt gelegenen Standort.

Lieferstopp in die Ukraine

„Momentan haben wir einen Lieferstopp in die Ukraine. Was viele nicht wissen, die Ukraine ist mit 17,5 Millionen Tonnen jährlich weltweit der wichtigste Produzent von Sonnenblumenkernen. Außerdem hat die Ukraine einen hohen Exportanteil, was Mais, Raps, Gerste und Roggen betrifft“, weiß Andreas Pfahnl.

„Es ist fraglich, ob heuer die Aussaat überhaupt getätigt werden kann. Felder werden zerstört, die Arbeitskräfte sind im Krieg – ich bezweifle, dass da heuer eine Ernte eingeholt werden kann. Das ist ein Problem, das einen ganzen Rattenschwanz nach sich zieht und sich auf ganz Europa auswirken wird. Denn wenn die Mengen fehlen, gehen die Preise natürlich in die Höhe, was letztendlich die Konsumenten treffen wird“, so Andreas Pfahnl.


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