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WARTBERG OB DER AIST. Den Betrieb optimieren und nachhaltig wirtschaften das sind die Schlagworte, die Familie Prammer für ihren Milchvieh-Hof in Schönreith wichtig sind.

Familie Prammer (Foto: BBK)
Familie Prammer (Foto: BBK)

Der bäuerliche Betrieb von Silvia (46) und Hubert (50) Prammer aus Wartberg ob der Aist entwickelte sich in den vergangenen Jahren stetig weiter. 1999, im Jahr der Betriebsübernahme, standen 20 Milchkühe mit Nachzucht in Anbindehaltung im Stall. Die Milchleistung betrug rund 5000 kg pro Kuh und Jahr.

Mit der Meisterausbildung 2009 von Silvia und der parallel laufenden Stallplanungsphase wurde der große Bauabschnitt, ein Neubau des Milchviehstalles samt Nachzucht und Güllekeller, im Jahr 2011 realisiert. Durch Flächenpacht kann jetzt nicht nur der Stall mit 50 Kühen und 50 Kalbinnen voll belegt werden, sondern seit vergangenem Jahr auch Ackerbau mit Marktfruchtverkauf betrieben werden. Die Milchleistung pro Kuh ist auf 9.500 kg pro Jahr gestiegen.

Optimieren und nachhaltig wirtschaften – das spielte auch bei der Überlegung, ein Güllefass anzukaufen, im Jahr 2021 eine Rolle. So fiel die Entscheidung, in eine bodennahe Technik mit Reifendruckregelanlage zu investieren. Gemeinsam mit drei weiteren Landwirten entstand eine Gemeinschaft, in der ein gebrauchtes 12,5 Kubikmeter-Pumpfass mit 15 Meter Schleppschlauchgestänge angeschafft wurde.

Technik bringt viele Vorteile

Mit dieser Technik werden Nährstoffverluste bei der Ausbringung reduziert, Flexibilität durch ein längeres Ausbringungsfenster gewonnen, der Boden durch die Reifendruckregelange geschont und die Geruchsbelästigung bei den Anrainern minimiert.

Förderung ausgeschöpft

Gerade das längere Zeitfenster der Ausbringung lässt sich gut mit der gemeinschaftlichen Nutzung und der größer werdenden Güllemengen vereinbaren. Zudem fielen die Investitionskosten für jedes einzelne Mitglied deutlich geringer aus. Ein weiterer positiver Aspekt der bodennahen Gülleausbringung ist die Öpul- Förderung (Österreichisches Programm für umweltgerechte Landwirtschaft), welche die teure Technik schnell wirtschaftlich macht. Mit der bodennahen Ausbringung von Rindergülle geht meist die Gülleseparierung Hand in Hand. Bei diesem Vorgang entsteht einerseits ein Feststoff, der entweder als Dünger im Acker oder als Einstreu verwendet werden kann. Die andererseits entstehende dünnflüssige Gülle soll hingegen im Grünland viel besser in den Boden eindringen und keine Rückstände auf der Grasnarbe hinterlassen. So auch am Betrieb Prammer. Gemeinsam mit dem anfallenden Mist wird das Separat kompostiert und in weiterer Folge auf die Ackerflächen mit stark humuszehrenden Kulturen ausgebracht.

Betriebsspiegel: • 72 ha landwirtschaftliche Nutzfläche • 47 ha Acker • 25 ha Grünland • 4 ha Wald • 50 Milchkühe samt Nachzucht • 2800 Kubikmeter Gülle pro Jahr • Kulturen: Körnermais, Silomais, Wintergerste, Wintertriticale, Winterweizen, Soja, Feldfutter

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