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ARBING/TRAGWEIN. Vor großen Herausforderungen und Veränderungen steht die oö. Forst- und Holzwirtschaft. Ein Betrieb, in dem man sich diesen stellt, ist die erste Brettsperrholz-Produktion des Bundeslands in Arbing. Produktionsstart ist dieser Tage.

Im ersten oö. Brettsperrholzwerk: die Unternehmensgrünber Josef Lauß (l.) und Rudolf Ortner (r. ) mit Forst-Landesrätin Michaela Langer-Weninger (Foto: Land OÖ)

Klimawandel, Rohstoffsicherheit, Urbanisierung, Digitalisierung – die Holzbranche steht nicht nur vor weitreichenden Veränderungen, sondern hat auch gute und innovative Lösungen anzubieten. Eine davon ist die Brettsperrholz-Produktion LOC-Holz, die noch im Oktober den Betrieb aufnimmt. Neben Rudolf Ortner, Sägewerks-Unternehmer aus Tragwein, sind ein weiterer mittelständischer Mühlviertler Sägebetrieb und ein Partner aus der internationalen Papierindustrie mit im Boot. Beim Betriebsbesuch von Forst-Landesrätin Michaela Langer-Weninger erfuhr diese, dass in Arbing vor allem regionales Holz weiterverarbeitet und veredelt wird. Erzeugt wird ein hochwertiges Massivholzprodukt mit hochwertigen Oberflächen aus astfreiem Tannen- und Fichtenholz. Die Weiterverarbeitung der bis 3,5 mal 16 Meter großen und bis zu 36 cm starken Vollholz-Platten zu Bauelementen findet hoch digitalisiert im Werk statt. Fertigungsroboter schneiden Türen und Fenster aus, fräsen und bohren Ausnehmungen für Installationen und Leitungen. Die Platten verlassen das Werk als kompletter Rohbau-Satz, der auf der Baustelle rasch versetzt und montiert werden kann.

70 Mitarbeiter erzeugen 45.000 Kubikmeter Brettsperrholz

LOC-Holz beschäftigt 70 Mitarbeiter, die jährlich etwa 45.000 Kubikmeter Brettsperrholz erzeugen. Damit könnte man rund 1.000 Neubauwohnungen bauen, was in etwa der Hälfte aller Mietwohnungen entspricht, die in OÖ jährlich mit den Mitteln der OÖ Wohnbauförderung errichtet werden. Betont wird auch, dass in OÖ jährlich 4,1 Mio. Kubikmeter Holz nachwachsen. Es werde nicht mehr Holz entnommen als wieder nachwächst.


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