Sommergespräch Bauernbund: "Bauernschaft hat stets mit vielen Dingen zu kämpfen"
KÖNIGSWIESEN. Der Bauernbund Freistadt mit Bezirksobmann Martin Moser und Bezirksbäuerin Johanna Miesenberger luden zum Sommergespräch am Bauernhof nach Königswiesen ein.

Jugend-Staatssekretärin Claudia Plakolm referierte zum Thema „Generation Zuversicht: was es dafür in Österreich braucht“. Als weitere Vortragende sprach Landwirtschaftskammer-Vizepräsidentin Rosemarie Ferstl mit „Aktuellem aus der Agrarpolitik“ zu den Bauernbund-Funktionären. Es gehört zur Tradition des Bauernbundes Freistadt – das Sommergespräch am Bauernhof. Diesmal fand es am Betrieb der Familie Holzmann in Königswiesen statt.
Nudeln und Eier
Familie Holzmann produziert Eier und Nudeln. Seit August 2016 wachsen die Hühner direkt vom ersten Lebenstag auf dem Hof auf. „Wir verkaufen Eier und verwenden für die Nudelerzeugung nur unsere eigenen frisch aufgeschlagenen Eier. Die Rohstoffe kommen zu hundert Prozent aus Österreich. Besonders stolz sind wir, dass unsere Nudeln als einzige in Österreich mit dem AMA-Gütesiegel ausgezeichnet sind. Außerdem wird der komplette Strom- und Wärmebedarf am Betrieb erzeugt“, sagt Familie Holzmann.
„Jugend ist die Zukunft“
„Ohne Jugend kann es keine Zukunft geben. „Unsere Jugend ist großartig und gut ausgebildet. Sie wird daher auch künftig den Erfordernissen des modernen Arbeitslebens und der Gesellschaft gerecht werden. Davon bin ich überzeugt“, sagt Jugend-Staatssekretärin Claudia Plakolm. Die Rahmenbedingungen für die junge Generation müssen aber wie in anderen Bereichen ständig adaptiert werden. „Dazu gehört auch die Neuregelung der Kreditvergaberichtlinien. Weiters stelle ich mich den Plänen von SPÖ-Chef Andreas Babler in Sachen Erbschaftssteuer entschieden entgegen“, erklärt Plakolm.
„Bauernbund ist Problemlöser“
Die im Juni 2023 angelobte Vizepräsidentin der Landwirtschaftskammer Oberösterreich Rosemarie Ferstl legte den Schwerpunkt ihres Vortrages auf aktuelle Themen der Agrarpolitik. „Die Bauernschaft hat stets mit vielen Dingen zu kämpfen. Hohe Kosten für Betriebsmittel und Energie verschärft die Situation noch zusätzlich. Da es sich beim Agrarrecht um ein auf europäischer Ebene vergemeinschaftetes Recht handelt, ist die Vertretung auf EU-Ebene durch Abgeordnete des Bauernbundes besonders wichtig. Der Bauernbund als größte agrarpolitische Interessenvertretung in Österreich steht für eine Politik mit Hausverstand und sagt Nein zu einer weltfremden, rein ideologiebasierten Agrarpolitik“, betont Ferstl.


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