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BEZIRK FREISTADT. Seit März 2008 arbeiten 18 Gemeinden der Leader-Region Mühlviertler Kernland an der Zukunftsgestaltung ihrer Region. In dieser Zeit wurden 280 Projekte mit einer Fördersumme von rund 8,4 Millionen und einem Vielfachen an Investitionen ausgelöst. 

  1 / 4   Das Überraschungsbild „15 Jahre Mühlviertler Kernland“ – vorbereitet von Rupert Hörbst und Leader-Managerin Conny Wernitznig - war ein voller Erfolg. (Foto: MV Kernland)

In 80 Projektauswahlsitzungen haben sich die gewählten ehrenamtlichen Mitglieder für die vielen Projektpräsentationen und -bewertungen Zeit genommen. 14 Vereins-Vorstandssitzungen, 15 Generalversammlungen, drei lokale Entwicklungsstrategien und hunderte Workshops und Veranstaltungen sind in den vergangenen 15 Jahren abgehalten worden, um die Region Mühlviertler Kernland sinnstiftend, nachhaltig und zukunftsorientiert mitzugestalten.

Der Dank gilt in erster Linie den vielen Projektträgern, die in jedes der 280 Projekte viele Eigenmittel und vor allem viel Zeit und Leidenschaft für die Umsetzung der Projekte investiert haben. „Die Arbeit in und für die Region trägt Früchte, die im Mühlviertler Kernland an allen Ecken und Enden spürbar sind. Vom Repair-Cafe, einer Kultur der Menschlichkeit bis hin zu großen touristischen und wirtschaftlichen Projekten wurden alle möglichen Themenfelder bedient. Bildung, Kultur, soziales und gesellschaftliches Zusammenleben, Integration, Landwirtschaft, Innovation, Jugend und vieles mehr“, freut sich Obmann Bgm. Fritz Robeischl, der seit zwei Jahren gemeinsam mit der seit 15 Jahren aktiven Geschäftsführerin Conny Wernitznig die Geschicke der Leader-Region führt.

Überraschungen bei der Generalversammlung

Bei der Generalversammlung im Wia z`Haus Dinghofer in Wartberg waren neben Bezirkshauptfrau Andrea Wildberger, NR Johanna Jachs und vielen weiteren Ehrengästen mehr als 100 Besucher dabei und haben sich neben dem Interesse an Zahlen, Daten und Fakten vor allem am Miteinander und der Überraschungseinlage erfreut. Ein Bild, das der Rainbacher Künstler Rupert Hörbst gemalt hat, wurde in 64 kleine Einzelbilder zerlegt, die von den Gästen so originalgetreu wie möglich übertragen werden mussten. Aus diesen 64 Einzelbildern ist dann das Gesamtbild „15 Jahre Mühlviertler Kernland“ zusammengesetzt worden. Diese Intervention war nicht nur eine Überraschung, sondern auch ein Symbol dafür, dass im Mühlviertler Kernland Zusammenhalt, gemeindeübergreifendes Denken, Offenheit, Neugier und Kreativität groß geschrieben wird.

Um dem Thema der Generalversammlung 2023 „Zukunftslust“ gerecht zu werden, haben zwei Referenten mit Beiträgen ihren Teil dazu beigetragen. Silvia Mayrhofer, Projektmangerin beim Verband für gemeinnütziges Stiften hat über Gemeinschaftsstiftungen informiert. Mit dem Hintergrund, dass das Mühlviertler Kernland gemeinsam mit der Nachbarregion an der Gründung der ersten österreichischen Gemeinschaftsstiftung (community foundation) arbeitet. „Damit wollen wir in der Regionalentwicklung einen Meilenstein setzen, denn es gibt viele Menschen, die über Leader-Projekte hinaus einen Beitrag für die Zukunft ihres Lebensraumes leisten wollen“, erklärt Wernitznig. Im Frühling 2024 wird es dazu Details geben.

Mit seinem Impulsvortrag „Mut.Neugier.Zukunftslust“ hat Patrick Rammerstorfer, Mitbegründer des „Ministeriums für Neugier und Zukunftslust“ einen Beitrag zu einem neuen, positiveren Bild der möglichen Zukunft eingebracht. „Dieses Thema wird uns alle in den nächsten Jahren intensiv beschäftigen und wir wollen auch hier neue, innovative Wege einschlagen, um uns im Sinne einer freundvollen Zukunft speziell für unsere Kinder und Jugendlichen zu engagieren“, verspricht Robeischl. Seit 1. Juli 2023 ist das Mühlviertler Kernland in seiner dritten Förderperiode als Leader-Region anerkannt, die Fördertöpfe sind gefüllt und gute, die Lebensqualität und Zukunft der Region unterstützende Projekte sind im Leader-Büro herzlich willkommen. „Wir sind eine Servicestelle für die Region und freuen uns, wenn wir bei Projektideen, aber auch bei Initiativen und Visionen unterstützen können“, lädt Wernitznig ein.


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