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Online Redaktion, 06.01.2024 07:19

MÜHLVIERTEL. Der Verein Mühl4telöl ist eine bäuerliche Gemeinschaft, bestehend aus rund 700 Landwirten, überwiegend aus dem Mühlviertel und angrenzendem Traun- und Mostviertel, verpresst ausschließlich österreichische Rapssaat ohne gentechnische Veränderung. Vor Kurzem fand die Generalversammlung in Lest (Neumarkt) statt.

Bei der Generalversammlung in Lest: Geschäftsführer Johann Schöfl, Franz Tiefentaller, Elisabeth Lanzer, Obmann Johann Schwarz, Obmann-Stv. Stefan Walch, Vizepräsidentin der Landwirtschaftskammer OÖ Rosi Ferstl, Landesbäuerin Johanna Haider (Foto: Mühl4telöl)

Bei der Generalversammlung, die kürzlich im Gasthaus Mader in Lest stattfand, gab Obmann Johann Schwarz einen Rück- und Ausblick über die Entwicklungen bei Mühl4telöl.

3000 Tonnen Rapssaat/Jahr in Mauthausen verpresst

Derzeit werden in Mauthausen ca. 3.000 Tonnen Rapssaat, das sind ca. 1.000 Hektar Rapsfläche aus Ober- und Niederösterreich, im Jahr verpresst.

Daraus ergeben sich 1.000 Tonnen hochwertiges, regionales Rapsöl und 2.000 Tonnen Rapskuchen, der als heimisches Eiweißfutter, bei Rinder und Schweinen, von den eigenen Mitgliedern, sprich Bauern im Mühlviertel und angrenzenden Regionen eingesetzt wird.

Drei Bereiche beim Rapsölabsatz

Der Rapsölabsatz teilt sich auf drei Bereiche auf: die Kronenölproduktion mit AMA Gütesiegel; Öl für die Landwirtschaft (Futteröl bzw. Treibstoff für den Traktor, Kettenöl für die Motorsäge); und der dritte Teil Rapsöl geht in die Gastronomie und Hotellerie, sowie an Großküchen, Seniorenheime, Spitäler usw. in Umkreis von rund 100 Kilometern.

Umdenken in der Gastronomie beginnt

„Endlich fängt auch in der Gastronomie ein leichtes Umdenken an, weg von internationalen Billigprodukten in Richtung Qualität und Regionalität. Der Kunde muss aber auch bereit sein, dafür minimal mehr zu bezahlen. Denn wir Konsumenten entscheiden bei jedem Einkauf, wo wir den Produktionsauftrag hin vergeben“, so Geschäftsführer Johann Schöfl.

Bienen fliegen auf Raps

Zwei Impulsreferate informierten über heimische Eiweißfuttermittel und über die Thematik Raps und Bienen. Interessant zu wissen: Von einem Hektar Raps können bei optimalen Wetterbedingungen bis zu 40 Kilo Honig gewonnen werden.


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