Sparpaket und Personalabbau bei Stiwa auch in Hagenberg
HAGENBERG. Ein Sparpaket, das die gesamte Belegschaft und alle Standorte umfasst, verordnet sich der Automations-, Produktions- und Softwarespezialist Stiwa Group.

Laut Geschäftsführer Peter Sticht sind ein erhöhter Wettbewerbsdruck aus Asien, zunehmend schwierige Rahmenbedingungen in Österreich und die Schwäche der Automobilindustrie die Ursachen des deutlichen Auftragseinbruchs bei Stiwa. Beziffert wird die Unterauslastung durch stornierte und verschobene Projekte mit 20 Prozent. Da die Prognose bis Mitte 2025 negativ ist, wurde ein umfangreiches Sparpaket erarbeitet. Die jetzt umgesetzten Maßnahmen betreffen alle Bereiche, Standorte, sowie die gesamte Belegschaft und umfassen Budgetkürzungen, Aussetzungsverträge, Arbeitszeitreduktionen und Lohnverzicht. Im heurigen Jahr wurden 250 Stellen abgebaut, darunter auch Leasingkräfte und Mitarbeitern, die das Unternehmen aus eigenem Antrieb verlassen haben.
Die Geschäftsführung hat die Belegschaft an den Standorten Attnang-Puchheim, Gampern und Hagenberg über die wirtschaftliche Situation und die geplanten Maßnahmen informiert. Bis Ende November haben die direkten Vorgesetzten Gespräche mit allen Mitarbeitern auf individueller Ebene geführt. Alle Finanzierungspartner wurden rechtzeitig benachrichtigt und die Liquidität ist für das kommenden Jahr gesichert. Weitere Maßnahmen sind aktuell nicht geplant.


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