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FREISTADT. Der Freistädter Arbeitsmarkt trotzt dem derzeitigen Trend in Oberösterreich. Obwohl die Zahl der Arbeitslosen in den meisten oberösterreichischen Bezirken stark ansteigt, bleibt sie im Bezirk Freistadt annähernd auf dem Niveau von November 2023.

Symbolfoto (Foto: Volker Weihbold)
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„Es scheint, als wäre der Bezirk Freistadt eine Art „gallisches Dorf“ innerhalb von (Ober)Österreich“, so der Freistädter AMS-Leiter Alois Rudlstorfer. Oberösterreichweit steigt die Zahl der Arbeitslosen im Jahresvergleich um fast 20 Prozent, in Freistadt lediglich um 0,9 Prozent. Das ergibt eine nach, wie vor sehr niedrige Arbeitslosenquote von 2,6 Prozent.

„Aufgrund des Endes der Bausaison werden in den nächsten beiden Monaten auch bei uns die Arbeitslosenzahlen wieder stark ansteigen, was aber in dieser Jahreszeit für uns ganz normal ist. – Spannend wird es dann im Frühjahr, wenn wir sehen, ob diese vorübergehend frei gestellten Personen auch tatsächlich die Beschäftigung in ihrem Stammbetrieb wieder aufnehmen werden“, sagt Rudlstorfer und zeigt sich zuversichtlich, dass das so sein wird.

Jugendarbeitslosigkeit sinkt um 1,7 Prozent

Die Zahl der unter 25-Jährigen sinkt im Jahresvergleich um 1,7 Prozent auf 117 (49 Frauen / 68 Männer). „Auch in dieser Altersgruppe zeigt sich, wie stabil der Freistädter Arbeitsmarkt ist und dass die Freistädter Arbeitskräfte auch in einem schwierigen konjunkturellen Umfeld, weiterhin sehr gefragt sind“, sagt der Freistädter AMS Chef.

Arbeitskräftebedarf: sehr oft passen Anforderung und Qualifikation nicht zusammen

Die Freistädter Unternehmen haben derzeit 408 offene Stellen beim AMS gemeldet. „Bei 806 Arbeitsuchenden – 85 davon mit einer Wiedereinstellzusage - ist es für meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nach wie vor nicht leicht, passende Bewerberinnen und Bewerber für diese offenen Stellen zu finden“, sagt Rudlstorfer. Sehr oft passen, seiner Erfahrung nach, die Anforderungen der Unternehmen mit den Qualifikationen, die Arbeitsuchende mitbringen, nicht zusammen.

Die meisten offenen Stellen gibt es derzeit in:

  • Handel (58)
  • Gesundheitsberufen (54)
  • Metall- und Elektroberufen (44)
  • Technischen Berufen (41)
  • Fremdenverkehrsberufen (40)
  • Büroberufen (40)
  • Reinigungsberufen (23)
  • Bauberufen (19)
  • Holzverarbeitenden Berufen (15)
  • Verkehrsberufen (13)
  • Hilfskräfte in den verschiedensten Branchen (26)

Lehrstellenmarkt: 209 offene Lehrstellen

Sehr schwierig ist für die Freistädter Unternehmen weiterhin die Suche nach passenden Lehrlingen. 209 offen Lehrstellen (55 davon sofort zu besetzen) in den verschiedensten Berufen sind derzeit von den Freistädter Unternehmen beim AMS gemeldet.

Diesen vielen offenen Lehrstellen stehen lediglich 21 Jugendliche, die sofort eine Lehrstelle annehmen können, gegenüber. Dazu kommen noch 162 Jugendliche, die derzeit noch die letzte Klasse der Pflichtschule besuchen und sich bereits für eine Lehrstellensuche ab dem Sommer 2025 beim AMS angemeldet haben.

Das heißt, dass ein Lehrstellensuchender momentan, statistisch gesehen, aus knapp drei offene Lehrstellen, allein in den Freistädter Unternehmen, auswählen kann. „Die Erfahrung zeigt, dass trotz des großen Lehrstellenangebots im Bezirk viele Jugendliche eine Lehrstelle außerhalb des Bezirks annehmen, was die Situation zusätzlich verschärft“, sagt Freistadts AMS Leiter.

Die meisten freien Lehrstellen gibt es momentan in:

  • Fremdenverkehrsberufe (49)
  • Metall- und Elektroberufe (48)
  • Handel und Verkehr (42)
  • Bauberufe (31)
  • holzverarbeitende Berufe (11)
  • Nahrungsmittelhersteller (9)

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