Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt

Warum Frauen im Bezirk Freistadt ab sofort gratis arbeiten

Mag. Claudia Greindl, 08.10.2025 16:18

BEZIRK FREISTADT. Der Equal Pay Day, jener Tag, ab dem Frauen statistisch gesehen gratis arbeiten, fällt im Bezirk Freistadt auf 7. Oktober. „Frauen arbeiten bis Jahresende im Vergleich zu Männern 86 Tage gratis, das muss sich ändern“, sagt Larissa Zivkovic, SPÖ-Bezirksfrauenvorsitzende.

SPÖ-Bezirksvorsitzender Christian Gratzl, Renate Jancuch, Alexandra Röhrenbacher, Sonja Seifried, Larissa Zivkovic und Regina Roßgatterer (v. l.) (Foto: SPÖ)

Am 19. Oktober 2025 ist Equal Pay Day in Oberösterreich. Im Bezirk Freistadt fällt dieser auf den 7. Oktober. Statisisch gesehen arbeiten Frauen ab diesem Tag im Vergleich zu Männern bis Jahresende kostenlos. Das heißt, Frauen arbeiten bis Jahresende im Vergleich zu Männern 86 Tage gratis. Ganz Oberösterreich weist eine extreme Einkommenslücke zwischen vollzeiterwerbstätigen Männern und vollzeiterwerbstätigen Frauen auf.  „Die SPÖ-Frauen werden nicht müde darauf aufmerksam zu machen, dass sich viele Frauen die Teilzeitarbeit nicht aussuchen und aufgrund der Betreuungspflichten die Stunden reduzieren müssen. Aber vergleicht man nun die Zahlen der Vollzeiterwerbstätigen, dann sieht die Situation keineswegs besser aus!“, so Landesfrauenvorsitzende LAbg. Renate Heitz.

Gleicher Lohn für gleiche Arbeit

Im Schnitt verdienen Frauen in Oberösterreich 20,2 Prozent weniger als Männer, im Bezirk Freistadt geht die Prozentzahl Richtung 25 Prozent. „Dass Frauen im Bezirk Freistadt noch immer fast um ein Viertel weniger verdienen als Männer ist empörend. Oft gibt es für Frauen keine Möglichkeit, Erwerbsarbeit im gewünschten Ausmaß nachzugehen, weil es noch immer keine ausreichenden Kinderbetreuungsmöglichkeiten gibt. Der Ausbau von Kinderbetreuungseinrichtungen würde unmittelbar zu mehr Lohngleichheit beitragen.“, so Larissa Zivkovic, Vorsitzende der SPÖ-Bezirksfrauen.

„Wir wollen nicht länger darum bitten, gleich entlohnt zu werden, es ist unser Recht!“ fordert Landesfrauenvorsitzende LAbg. Renate Heitz. „Kaum werden Fortschritte in anderen Bereichen so langsam gemacht wie bei der Lohngleichheit. In diesem Tempo würden wir erst in 100 Jahren Gleichberechtigung erfahren. Das ist nicht hinnehmbar – für die Frauen im Bezirk muss sich die Situation jetzt verbessern, vor allem in Zeiten der Teuerungen“, so Zivkovic.

 Die SPÖ Frauen Oberösterreich setzen sich ein für einen Rechtsanspruch auf kostenfreie Kinderbildung ab dem 1. Lebensjahr, für eine gerechte Aufteilung der Karenzzeiten, die Stärkung der Rechte von Teilzeitbeschäftigten und für eine Unterhaltsgarantie für Alleinerziehende.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden