100 Tage als Kaufmännischer Direktor im Klinikum Rohrbach: Pöschl zieht positive Bilanz nach Systemumstellung
ROHRBACH-BERG. Seit gut 100 Tagen ist Friedrich Pöschl aus St. Stefan-Afiesl als neuer Kaufmännischer Direktor am Klinikum Rohrbach im Amt. Gleich zum Start galt es, einen Kraftakt zu meistern.
Im Herbst hat das Rohrbacher Spital auf das Krankenhausinformationssystem ORBIS umgestellt und damit die größte IT-Transformation in der Geschichte des Klinikums geleistet. Pöschl, der bereits mehr als 30 Jahre im Klinikum tätig ist und ab dem Jahr 2000 den Bereich Rechnungswesen und Controlling geleitet hat, hat den Prozess von Anfang an begleitet. „Die Einführung von ORBIS war ein Kraftakt für alle Beteiligten. Einige Verbesserungen werden noch folgen, aber wir sind auf einem guten Weg. Die Umstellung ist deutlich besser gelungen, als erwartet“, ist der neue Kaufmännische Direktor zufrieden. Gemeinsam mit IT-Spezialisten wurden alle laufenden Prozesse analysiert, angepasst und auf das neue System abgestimmt. Mit ORBIS können medizinische und pflegerische Daten zentral und durchgängig dokumentiert werden.
Digitalisierung als Chance nutzen
Pöschl ist überzeugt: „Digitalisierung ist ein wichtiges Werkzeug, um Abläufe auch in Zukunft weiter zu vereinfachen und die Patientensicherheit nachhaltig zu erhöhen.“ Chancen sieht Friedrich Pöschl auch in der Weiterentwicklung moderner IT-Strukturen und der Automatisierung administrativer Prozesse. Gleichzeitig betont er die Notwendigkeit, das Klinikum baulich und infrastrukturell für künftige Anforderungen vorzubereiten.
Verlässlicher Wirtschaftsfaktor
Wirtschaftlich sei man mit einem Budgetvolumen von rund 80 Millionen Euro gut aufgestellt. „Wir sind nicht nur ein starker Gesundheitsversorger, sondern auch wichtiger Arbeitgeber und verlässlicher Wirtschaftsfaktor der Region. Das ist für uns auch ein Auftrag für die Zukunft“, sagt Friedrich Pöschl. Er bekennt sich ausdrücklich zum Eigenpersonal in Küche, Reinigung und weiteren Supportbereichen, da diese Bereiche wesentlicher Bestandteil der Versorgungsqualität sind.
Wichtig ist dem Kaufmännischen Direktor das gute Miteinander in der kollegialen Führung und ein lösungsorientiertes Arbeiten zum Wohle von Patienten und Mitarbeitenden. „Ich komme von der Basis und werde das Ohr immer an der Basis haben.“ Seine Tür stehe buchstäblich immer offen.
Medizinische Schwerpunkte
Medizinisch setzt das Regionalkrankenhaus auf eine gezielte Weiterentwicklung der etablierten Schwerpunkte. Der Ärztliche Direktor, Primar Kostja Steiner, weist auf den regionalen Strukturplan 2030 hin, wonach etwa eine Augen-Tagesklinik und eine neue Überwachungseinheit als Ergänzung zur Intensivversorgung aufgebaut sowie Palliativversorgung und Geriatrie ausgebaut werden.
Mehr zum Thema: https://www.tips.at/nachrichten/rohrbach/land-leute/699287-klinikum-rohrbach-bekommt-mit-november-neuen-kaufmaennischen-direktor
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