Lieferverkehr in der Region wird nachhaltiger: Braucommune setzt auch regionale Ladelösung
FREISTADT/LINZ. Die Braucommune Freistadt stellt ihre LKW-Flotte schrittweise auf Elektroantrieb um und setzt dabei auf Ladeinfrastruktur des Linzer Technologieunternehmens und Herstellers von AC- & DC-Ladelösungen KEBA. Ziel ist es, den täglichen Lieferverkehr in der Region nachhaltiger zu gestalten, ohne bei der Verlässlichkeit Abstriche zu machen.

Eines ist klar: Damit Getränkelieferungen an Handel und Gastronomie reibungslos funktionieren, müssen die Fahrzeuge jeden Tag einsatzbereit sein. Die Anforderungen sind entsprechend hoch. Die E-LKWs starten um 6 Uhr morgens, fahren fixe Routen und kehren bis 18 Uhr ins Logistikzentrum zurück. Pro Tag legen sie rund 300 Kilometer zurück.
Geladen wird über Nacht
Damit die Elektrofahrzeuge am nächsten Tag wieder einsatzbereit sind, werden sie über Nacht am Firmenstandort der Brauerei geladen. Pro E-LKW werden dabei rund 400 Kilowattstunden benötigt.
KEBA hat bei Freistädter eine Ladeinfrastruktur realisiert, die sich direkt in das bestehende Depot integrieren lässt. Die modulare Schnellladelösung basiert auf einem Split-System, bestehend aus den Dispensern KeContact DCL10 und der Power Unit KeContact DCU10. Die Power Unit versorgt dabei mehrere Dispenser die im Depot flexibel positioniert werden können. Die Distanz zwischen Leistungseinheit und Ladepunkt kann dabei bis zu 70 Meter betragen.
Dank ihres geringen Platzbedarfs von weniger als 0,5 Quadratmetern lassen sich die Ladepunkte auch bei beengten Platzverhältnissen, etwa an Laderampen, flexibel installieren.
Bestehendes Areal als Herausforderung
„Für uns war entscheidend, dass die Lösung im Alltag funktioniert. Unsere Fahrzeuge müssen jeden Morgen einsatzbereit sein“, sagt Paul Steininger, CEO der Braucommune Freistadt. „Gleichzeitig war es eine klassische Brownfield-Situation – das heißt wir mussten die Ladeinfrastruktur in ein bereits bestehendes Areal integrieren. Umso wichtiger war ein System, das sich flexibel anpassen lässt, mit unserer Flotte mitwächst und durch die Integration von Photovoltaik auch wirtschaftlich schnell amortisiert.“
Strom aus der eigenen PV-Anlage nutzen
Ein Teil der Energie kommt direkt vom eigenen Dach. Die Einbindung von Photovoltaik in die Ladeinfrastruktur sorgt dafür, dass ein Teil des benötigten Stroms zum Laden der E-LKWs selbst erzeugt wird.
„Wir können die Photovoltaik sehr einfach in unsere Ladelösungen integrieren. Damit wird der Ladebereich vom Energieverbraucher zu einem aktiven Teil des Energiesystems und der Betreiber ist damit zugleich Stromerzeuger und Stromnutzer“, sagt Stefan Richter, CEO KEBA Energy Automation. „Entscheidend ist auch, die Energie so zu steuern, dass sie genau dann zur Verfügung steht, wenn sie gebraucht wird. Denn am Ende geht es darum, dass die Fahrzeuge zuverlässig einsatzbereit sind.“
Für beide Unternehmen ist das Projekt auch ein klares Bekenntnis zum heimischen Wirtschafts- und Technologiestandort: Entwicklung, Produktion und Umsetzung erfolgen in Oberösterreich – mit kurzen Wegen und regionaler Wertschöpfung.


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