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Leopold Piererfellner übernimmt wieder die Geschäftsführung der Lagerhausgenossenschaft Freistadt

Mag. Michaela Maurer, 16.07.2026 10:36

FREISTADT. Wechsel an der Führungsspitze der Lagerhausgenossenschaft Freistadt: Christian Ganhör ist per 30. Juni aus der Geschäftsführung ausgeschieden. Seit 1. Juli leitet Direktor Leopold Piererfellner wieder die Geschicke der Genossenschaft.

Leopold Piererfellner kehrt aus dem Ruhestand zurück und übernimmt die Geschäftsführung der Lagerhausgenossenschaft Freistadt. (Foto: Lagerhaus Freistadt)

Der Vorstand und der Aufsichtsrat fassten in einer gemeinsamen Sitzung einen entsprechenden Beschluss. Piererfellner kehrt für diese Aufgabe aus dem Ruhestand zurück. Er gilt als erfahrene und mit der Genossenschaft bestens vertraute Führungspersönlichkeit.

Mit Leopold Piererfellner gewinnt die Genossenschaft eine Führungskraft mit tiefer regionaler Verwurzelung und mehr als 47 Jahren Diensterfahrung im Haus. Er kennt die Genossenschaft seit Jahrzehnten in- und auswendig.  Nach zehn Jahren im Verkauf leitete er drei Jahrzehnte lang das Rechnungswesen und Controlling. Von 2017 bis 2023 führte er die Genossenschaft Freistadt erfolgreich als Geschäftsführer.

Fokus auf wirtschaftliche Stabilität und Neuausrichtung

Die Rückkehr erfolgt in einer wirtschaftlich anspruchsvollen Phase. „Allgemeine Marktchancen, aber auch spürbare äußere Einflüsse – wie die Entwicklungen rund um den Agrarkonzern BayWa – führten in den vergangenen zwei Jahren zu Verlusten im operativen Geschäft. Sowohl im operativen als auch im strategischen Bereich werden die Ziele neu definiert und konsequent umgesetzt“, sagt Leopold Piererfellner.  „Wir werden an den richtigen Stellschrauben drehen, um das Lagerhaus Freistadt wieder auf soliden Erfolgskurs zu steuern.“

Nahversorger und regionaler Arbeitgeber

Trotz der notwendigen Konsolidierung bleibt die Lagerhausgenossenschaft Freistadt ein wirtschaftliches Schwergewicht in der Region. Für das Jahr 2026 wird ein Umsatz von rund 50 Millionen Euro erwartet. Mit 175 Mitarbeitern – alle aus der Region – ist der Betrieb ein Schlüsselarbeitgeber.

Neben der Zentrale in Freistadt (Trölsberg) sichern zehn Filialen und drei Werkstätten die ländliche Infrastruktur. In Gemeinden wie Hirschbach ist das Lagerhaus mittlerweile der letzte verbliebene Nahversorger. Das Portfolio reicht von landwirtschaftlichen Betriebsmitteln, Landmaschinen und Artikeln des täglichen Bedarfs über den Energiebereich (Treibstoffe, Pellets) bis hin zum starken Standbein „Lagerhaus Bauservice“. Dieses bietet Kunden neben Qualitätsbaustoffen auch sämtliche Handwerksdienstleistungen wie Maurer, Fenstermonteure, Gartenbau oder Terrassengestaltung. 

Piererfellner unterstreicht die Rolle des Unternehmens für die Bevölkerung: „Das Lagerhaus ist in vielen Gemeinden der Lebensnerv für die Nahversorgung. Ob Agrar, Energie, täglicher Bedarf oder unser umfassendes Bauservice mit eigenen Maurern und Monteuren: Wir stehen verlässlich zu unserem regionalen Auftrag für die Menschen vor Ort.“ 


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