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GAFLENZ. Mit großem Aufwand, der Unterstützung der Länder Oberösterreich und Niederösterreich sowie etlicher Gemeinden aus dem Enns- und Ybbstal wurde das Familienskigebiet Forsteralm 2016 gerettet. Jetzt steht man vor einer ungewissen Zukunft.

Foto: Forsteralm Webcam
Foto: Forsteralm Webcam

Die „Forsteralm Betriebs GmbH“ musste diese Woche ein Sanierungsverfahren beantragen. Oberster Ziel ist die Fortführung des Liftbetriebs im Winter2020/2021 und in den Folgejahren. Die wirtschaftliche Schieflage sei auf die miserable Schneesituation in der aktuellen Wintersaison 2019/2020 zurückzuführen, so die Betreibergruppe.

Umstrukturierung 

Die Forsteralm Betriebs GmbH ist seit 2016 für den operativen Betrieb des an der Landesgrenze von Oberösterreich und Niederösterreich gelegenen Skilifts zuständig. Die Ennstaler und Ybbstaler Gemeinden, die über die Ennstal-Ybbstal Infrastruktur GmbH im Besitz der Liftanlagen sind, werden nun Umstrukturierungen einleiten. Als Geschäftsführer der Forsteralm Betriebs GmbH wurde Nationalratsabgeordneter Andreas Hanger (ÖVP) eingesetzt, der für die geplante Sanierung des Unternehmens vorübergehend die Geschäftsführung übernommen hat.

Regionaler Schulterschluss

Im Sommer 2016 war das Familienskigebiet Forsteralm (Gaflenz, Waidhofen an der Ybbs) kurz vor dem Aus gestanden. In einem länderübergreifenden Kraftakt sicherten Gemeinden im Ybbs- und Ennstal die Infrastruktur. Die privaten Investoren Manfred Großberger, Wolfgang Resch und die Sportunion Waidhofen an der Ybbs übernahmen im Rahmen der Forsteralm Betriebs GmbH den Liftbetrieb. Mithilfe einer erfolgreichen Crowdfunding-Kampagne und der breiten Unterstützung der Länder Oberösterreich und Niederösterreich gelang es, die Beschneiungsanlage zu modernisieren.Eigentümer der Liftanlagen und der neuen Beschneiungsanlage ist die Enns- und YbbstalInfrastruktur GmbH, diese Anlagen sind daher vom Sanierungsverfahren nicht betroffen.

Massiver Umsatzrückgang

Nach drei erfolgreichen Wintersaisonen erlitt die Forsteralm Betriebs GmbH heuer aufgrund des milden Wetters einen massiven Umsatzrückgang. „Die Betreiber waren sehr engagiert und haben alle Erlöse der ersten Saisonen in die Verbesserung des Liftbetriebs gesteckt – zum Beispiel in den Bau einer Flutlichtanlage oder in die Erneuerung der Liftanlagen. Es fehlten dadurch jetzt aber die Reserven und die Liquidität, um die schwierige Situation durchzutauchen“, erklären die Abgeordneten Andreas Hanger und Johann Singer, die als ehrenamtliche Geschäftsführer der Ennstal-Ybbstal Infrastruktur GmbH fungieren. Die positive Seite: Die Anlage sei durch die jüngsten Investitionen in einem sehr guten Zustand.

Positiver Ausblick

Oberstes Ziel sei nun laut Hanger, mit Unterstützung der Gläubiger und gemeinsam mit den Gemeinden sowie den Ländern Oberösterreich und Niederösterreich den Skibetrieb für die kommende Wintersaison 2020/2021 und darüber hinaus sicherzustellen. Die bisherigen Gesellschafter werden auch in Zukunft wichtige Partner bleiben. „Wir wissen von der Crowdfunding-Kampagne, dass die Forsteralm der Bevölkerung in der Region ein großes Anliegen ist. Das beliebte Familien- und Naherholungsgebiet soll daher unbedingt erhalten bleiben“, so Hanger und Singer.


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