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GALLNEUKIRCHEN. Die Martin Boos Landesschule feierte in Anwesenheit der Schüler, Eltern und Gäste ihr zwanzigjähriges Bestehen.

Der Bürgermeister von Engerwitzdorf Herbert Fürst, Schuldirektorin Elisabeth Dandl-Lechner, Bürgermeisterin Gisela Gabauer und Diakoniewerk-Geschäftsführer Gerhard Breitenberger feierten das Jubiläum der Martin Boos Schule (v. l.). Foto: Minichberger

Neben zahlreichen Ehrengästen aus der Politik durfte Schuldirektorin Elisabeth Dandl-Lechner auch Diakoniewerk-Oberösterreich-Geschäftsführer Gerhard Breitenberger sowie Bürgermeisterin Gisela Gabauer aus Gallneukirchen und Bürgermeister Herbert Fürst aus Engerwitzdorf begrüßen. Derzeit besuchen insgesamt 130 Kinder, davon etwa 60 Kinder mit erhöhtem Förderbedarf, die Schule. Sie werden in acht Sonderschulklassen und vier integrativ geführten Klassen unterrichtet und kommen sowohl aus dem Raum Gallneukirchen und den Nachbargemeinden als auch von ferneren Gemeinden. „Die Martin Boos Landesschule ist ein Kompetenzzentrum für Kinder mit und ohne Behinderung. Wir sehen es als unsere Aufgabe, für alle Schüler eine Unterrichtsform anzubieten, die ihren Begabungen und Bedürfnissen entspricht“, sagt Dandl-Lechner. Bildungsangebote für Kinder mit Behinderung haben in Gallneukirchen eine lange Tradition.

Bereits 1921 wurden im Diakoniewerk Kinder mit Behinderung unterrichtet. 1996 erfolgten schließlich die Eröffnung des neuen Schulgebäudes in der Martin-Boos-Straße sowie die Öffnung der Schule für nicht behinderte Kinder im Rahmen der integrativ geführten Klassen. Dies ermöglicht es Kindern mit Behinderung die Dynamik einer integrativen Klasse zu erfahren und von den Mitschülern ohne Behinderung zu lernen.

Für Kinder, die aufgrund von Wahrnehmungsproblemen ihre Umwelt nur dosiert erleben können, sind die Struktur und das Angebot einer Sonderschulklasse jedoch dennoch wichtig. „Die Martin Boos Schule und das Diakoniewerk bieten ein optimales Angebot für Kinder und Jugendliche mit Behinderung. Wir begleiten und gestalten gemeinsam die Übergänge der Kinder vom Kindergarten zur Schule und von der Schule zur Arbeitsstelle“, ist Diakoniewerk-Geschäftsführer Gerhard Breitenberger vom positiven Effekt des Schulkonzeptes überzeugt.


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