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GALLNEUKIRCHEN. Am 3. Dezember ist der Internationale Tag der Menschen mit Behinderung. Tips hat sich im Diakoniewerk über Barrieren für Menschen mit Behinderung umgehört.

  1 / 4   Größere Computer-Tastaturen und Spezialgeräte ermöglichen Menschen mit Behinderung im Diakoniewerk eine einfachere Bedienung des Computers.

Bei Barrierefreiheit wird oft an Barrieren im Zusammenhang mit Mobilität gedacht. Allerdings gibt es auch Barrieren in Bezug auf Kommunikation und Information. Vielen Menschen mit Behinderung fällt es schwer, komplizierte Texte zu lesen oder sie werden oft nicht richtig verstanden. „Das Thema ist im Alltag immer noch eine große Herausforderung“, sagt Karin Schaubmaier, Regionalleitung Behindertenarbeit Diakoniewerk.

Nicht leicht zu vereinheitlichen

„In den vergangenen Jahren wurden dazu schon eine Menge Standards entwickelt, aber es ist gar nicht so leicht, das richtige Maß zu finden und man ist eigentlich nie fertig.“ Kommunikation und Information lassen sich nicht so einfach vereinheitlichen. Dennoch beschäftigen sich im Diakoniewerk Experten mit und ohne Beeinträchtigung mit den Themen leichte Schrift und leichte Sprache. Texte werden dabei mit einfach verständlichen Worten, kurzen Sätzen und einem übersichtlichen Textbild aufgebaut.

Mit Symbolen arbeiten

Auch Symbole und Farben sind für die Kommunikation wichtig. Dabei werden zum Beispiel beim Wochenplan oder im Kalender bestimmte Farben für einen Wochentag verwendet. Symbole, wie etwa ein Koffer für das Wort „Urlaub“, werden dabei genutzt und schaffen einen einfachen Überblick. „Diese Farbcodes und auch die Symbole sind vom Land Oberösterreich vorgegeben, damit sie einheitlich sind und einen Wiedererkennungswert haben“, sagt Peter Leitner von der Mediengruppe im Diakoniewerk. Wo die Symbole fehlen, werden eigene geschaffen.

Auf Augenhöhe sprechen

Leichte Sprache kommt nicht ausschließlich beeinträchtigten Menschen zugute. „Sie hilft auch bei vielen Formularen, wie beispielsweise der UN-Behindertenkonvention oder dem Chancengleichheitsgesetz. Man bekommt schnell und einfach verständlich einen Überblick über Informationen“, erklärt Schaubmaier. Im Diakoniewerk werden auch Protokolle und Lohnzettel in leichter Sprache erstellt. Eine eigene Zeitung mit einfacher Sprache und vielen Bildern wird viermal im Jahr gemacht. „Uns ist es wichtig, dass wir auf Augenhöhe miteinander kommunizieren.“

Bei öffentlichen Institutionen wird die Brailleschrift (Blindenschrift) schon häufig verwendet, leichte Sprache hingegen wird noch nicht so oft angewendet. „Damit Menschen mit Behinderung auch wirklich selbstständig handeln können, wäre es wichtig, leichte Sprache und Kommunikation auch bei Banken und Geschäften einzusetzen.“


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