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Gföhl. Am Leopold-Figl-Platz werden aktuell 26 Wohneinheiten gebaut. Das Großprojekt hat vor allem im Hinblick auf die Ortskernbelebung enorme Bedeutung. Das erklärte auch Johanna Mikl-Leitner bei einer Pressekonferenz vergangene Woche.

Landeshauptmann-Stellvertreterin Johanna Mikl-Leitner (links) ließ sich die Pläne zum Bau im Ortskern genau erklären. Foto: Hebe

Die alte Liegenschaft am Leopold-Figl-Platz 3 beherbergte früher eine Fleischerei samt Wirtschafts- und Stallgebäude. Seit Jahren steht die Liegenschaft mehr oder weniger leer. Seit diesem Frühjahr tummeln sich dort Bauarbeiter und errichten ein Projekt für 26 Mietwohneinheiten. Die Fertigstellung ist für Herbst 2017 anberaumt, die Errichtungskosten belaufen sich auf rund 4,4 Millionen Euro.Das bestehende Wohngebäude wird revitalisiert und in das Projekt integriert. Die neuen Gebäudeteile wurden so situiert, dass private Höfe entstehen. Direktor Alfred Graf von der Wohnbau­genossenschaft GEDESAG meinte zum Bauvorhaben: „Hier können wir vieles bieten. Neben betreutem Wohnen gibt es Wohnungen für Mieter unter 35 Jahren – sogenanntes Junges Wohnen – und individuelles Wohnen sowie eine Ordination, ein Geschäftslokal als auch Therapieräume.“ Sein Nachsatz: „Durch die zentrale Lage können die Bewohner am regen Leben der Stadt teilnehmen.“

Modellregion Waldviertel

Genau darin sieht auch Landeshauptmann-Stellvertreterin Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) den zentralen Vorteil: „Wir haben im Land Maßnahmen beschlossen, damit es gelingt, Ortskerne zu beleben. Mit der Initiative „Wohnen im Waldviertel“ werden alte Gebäude im Ortskern mit Unterstützung vom Land revitalisiert. Außerdem unterstützen wir ab Herbst die Gemeinden im strategischen Prozess zur Ortskernbelebung mit 10.000 Euro.“ Zudem werde es ab September eine neue Förderrichtlinie für Wohnbau im Waldviertel geben. So werden künftig Direktdarlehen für Neubauprojekte in den Zentren um 5000 Euro aufgestockt. Außerdem wird die Förderung der Renovierung von Altbauten im Ortskern um dieselbe Summe erhöht. „Wir haben dafür das Waldviertel bewusst als Pilotregion ausgewählt. Bei Erfolg wollen wir diese Maßnahmen auf ganz Niederösterreich ausrollen.“Höchst erfreut über den aktuellen Baufortschritt zeigte sich auch Bürgermeisterin Ludmilla Etzenberger (ÖVP): „Ein lebender Ortskern – das sind Wohnraum und Wirtschaftsstandort im Zentrum, sichere Verkehrswege, attraktives Zentrum und Lebensqualität. Ich freue mich über die gemischte Form des Wohnbaus und hoffe, dass sich viele davon inspirieren lassen und dadurch die Attraktivität des zentralen Wohnraumes erkennen und sich im Zentrum der Stadt richtig wohl fühlen.“


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