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BEZIRK GMÜND. Die Anspannung auf dem Arbeitsmarkt im Bezirk Gmünd bleibt auch Ende Mai groß. Der Trend der letzten Monate mit steigendem Arbeitskräftepotenzial, weiter zunehmender Beschäftigung aber auch steigender Arbeitslosigkeit setzt sich fort. Ende Mai 2015 waren beim Arbeitsmarktservice Gmünd insgesamt 1.422 Personen arbeitslos vorgemerkt, um 7,8 Prozent weniger als im Vormonat aber um 10,1 Prozent mehr als zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres.

„Das Angebot an Arbeitskräften steigt stärker als das gesamte Volumen an Arbeit in den Betrieben. Das Beschäftigungsplus verdankt sich also vielfach steigender Teilzeitarbeit. Für uns heißt es, das Angebot an Vakanzen, egal welches Beschäftigungsausmaß in Kooperation mit den Unternehmen in unser Stellenangebot einzuspeisen,“ erklärt der Leiter des Arbeitsmarktservice Gmünd, Gerhard Ableidinger. Im vergangenen Monat ist die Saisonarbeitslosigkeit im Bezirk Gmünd zwar nochmals zurückgegangen und ein Großteil der Einstellversprechen wurden im abgelaufenen Monat eingelöst. „Das Wirtschaftswachstum reicht nicht aus, um auch benachteiligten Gruppen den (Wieder-) einstieg in den Arbeitsmarkt zu ermöglichen. So hat sich im Laufe des Jahres ein Potenzial an Arbeitslosen aufgebaut, das immer schwerer auf geeignete Arbeitsplätze gebracht werden kann. Besonders betroffen sind Ältere, gering Qualifizierte und Personen mit gesundheitlichen Einschränkungen. Zur Vermittlungsunterstützung setzen wir weiterhin diverse Förderungsinstrumente ein, trotzdem nimmt die Sockelarbeitslosigkeit leider zu“, so Ableidinger. Die Betroffenheit von Arbeitslosigkeit ist gegenüber dem Vergleichszeitpunkt des Vorjahres bei den Männern (+13,0 Prozent) deutlich höher als bei den Frauen (+7,3 Prozent). Obwohl die Zugänge in die Arbeitslosigkeit gegenüber dem Vorjahr weiter rückläufig sind,-10,7 Prozent gegenüber Mai 2014, wächst der Bestand an Arbeitslosen nach wie vor deutlich. Der Anstieg der Arbeitslosigkeit lässt sich zum Teil auch mit dem Rückgang der Personen in Schulung erklären. Der Bestand an Schulungsteilnehrmer liegt aktuell um 61 (-27,6 Prozent) unter dem vergleichbaren Niveau des Vorjahres. In Summe ergeben sich damit Ende Mai 1.582 Personen, die entweder arbeitslos vorgemerkt oder in Schulungsmaßnahmen des AMS sind (+4,6 Prozent). Die geschätzte Arbeitslosenquote liegt in Gmünd mit 9,3 Prozent deutlich über dem NÖ-Durchschnitt von 8,2 Prozent.  Gute Vorzeichen für die kommenden Monate? Von den insgesamt 1.422 Vorgemerkten haben 50 wieder eine konkrete Einstellungszusage für die kommenden Monate. „In absoluten Zahlen stieg die Arbeitslosigkeit am stärksten in den Hilfs- (+34 oder 13,3 Prozent), Handels- (+31 oder 25,2 Prozent), Fremdenverkehrs- (+29 oder 22,8 Prozent) sowie Bauberufen (+19 oder 21,6 Prozent)“, berichtet Geschäftsstellenleiter Ableidinger. Im vergangenen Monat wurden im Bezirk Gmünd 191 Jobsuchende neu arbeitslos, um 23 oder 10,7 Prozent weniger als im Mai 2014 In 341 Fällen (+21 oder +6,6 Prozent) konnte die Vormerkung wiederum beendet werden. Davon konnten 224 Personen (+45 oder +25,1 Prozent) mit direkter oder indirekter Unterstützung des AMS wieder eine Beschäftigung aufnehmen, 24 sind in eine Schulung eingetreten und 93 sind aus anderen Gründen (Pension, Krankenstand, Meldeversäumnis, Auslandsaufenthalt, Wochenhilfe, etc.) aus der Vormerkung ausgeschieden.   Stellenangebot unter dem Niveau des Vorjahres Mit Ende Mai waren 26 sofort verfügbare offene Stellen beim AMS Gmünd gemeldet, im Vergleich zum Vorjahr bedeutet dies ein Minus von 36 Stellen (oder -58,1 Prozent). Im abgelaufenen Monat wurden 106 Stellen vom AMS Gmünd akquiriert und gleichzeitig 68 Stellen mit geeigneten Arbeitskräften besetzt. Die Besetzungsdauer betrug im Durchschnitt nur zehn Tage.  

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