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BEZIRK GMÜND. Ende September waren beim AMS Gmünd 1.190 Personen arbeitslos gemeldet, um 3,8 Prozent weniger als im Vormonat, und um 12,7 Prozent weniger als zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres. “Somit waren Ende September in Summe 1.486 Personen beim AMS Gmünd vorgemerkt“, berichtet AMS-Geschäftsstellenleiter Gerhard Ableidinger. Erfreulich ist wiederum, dass die Jugendarbeitslosigkeit um 30,8 Prozent deutlich gesenkt werden konnte. Der Rückgang der Arbeitslosigkeit ist bei den Frauen mit -17,1 Prozent deutlicher ausgefallen als bei den Männern (-8,4 Prozent).

Die in diesem Indikator nicht enthaltene Zahl der Arbeitslosen in Schulungen des AMS ist im Vergleich zum Vorjahr um 56 (oder 23,2 Prozent) auf insgesamt 296 deutlich gestiegen.

In absoluten Zahlen sank die Arbeitslosigkeit am stärksten in den Hilfs- (-47 oder -17,1 Prozent), Handels- (-33 oder -21,3 Prozent), Metall/Elektro- (-25 oder -22,3 Prozent) sowie Bauberufen (-25 oder -25,8 Prozent). Ein erwähnenswerter Anstieg war in den Verkehrs- (+8 oder 22,2 Prozent) zu verzeichnen. Die geschätzte Arbeitslosenquote liegt in Gmünd mit 7,7 Prozent (-1,0 PP) erfreulicherweise nur knapp über dem Landesschnitt von 7,5 Prozent.

Weniger Menschen neu arbeitslos

Im vergangenen Monat wurden im Bezirk Gmünd 205 Jobsuchende neu arbeitslos, um 7 oder 3,3 Prozent weniger als im September 2016. In 302 Fällen (-29 oder -8,8 Prozent) konnte die Vormerkung wiederum beendet werden. Davon konnten 124 Personen mit direkter oder indirekter Unterstützung des AMS wieder eine Beschäftigung aufnehmen, 57 sind in eine Schulung eingetreten und 121 sind aus anderen Gründen (Pension, Krankenstand, Meldeversäumnis, Auslandsaufenthalt, Wochenhilfe, etc.) aus der Vormerkung ausgeschieden.

Weiterhin positive Entwicklung am Stellenmarkt

„Die positive Entwicklung am Stellenmarkt setzt sich weiter fort“, freut sich AMS-Chef Ableidinger. Mit Ende September waren 122 offene Stellen beim AMS Gmünd gemeldet. Gegenüber dem Vergleichszeitpunkt des Vorjahres bedeutet dies ein deutliches Plus von 78 Stellen (oder 177,3 Prozent). Im abgelaufenen Monat wurden 57 Stellen vom AMS Gmünd geworben und gleichzeitig 57 Stellen mit geeigneten Arbeitskräften besetzt.

Beschäftigungsaktion 20.000 ab 1.1.2018 auch im Bezirk Gmünd

Trotz der rückläufigen Zahlen bei den Vorgemerkten stagniert die Zahl bei den Golden Ager wieder an. Von den 1.190 arbeitslos vorgemerkten Personen gehören 509, also knapp 43 Prozent, der Altersgruppe 50+ an. Dies bedeutet einen leichten Anstieg gegenüber dem Vorjahr um 3 Personen oder 0,6 Prozent. „Der klare Auftrag für uns als AMS Gmünd lautet, Personen der Generation 50+ in ganz besonderer Weise zu unterstützen, damit sich Jobchancen und Türen auftun, die ohne unser Zutun verschlossen blieben“, stellt Gerhard Ableidinger klar. Je länger die Arbeitslosigkeit in der Altersgruppe 50+ allerdings dauert, umso schwieriger wird es, diese durch eine Beschäftigungsaufnahme zu beenden.

In der niederösterreichischen Pilotregion Baden (dort startete die Beschäftigungsaktion 20.000 im Juli) konnten bereits zahlreiche Zielgruppenpersonen ein neues Dienstverhältnis antreten. Ab 01.01.2018 steht dieses Beschäftigungsprogramm auch im Bezirk Gmünd zur Verfügung. Mit Stand 30.09.2017 waren im Bezirk Gmünd 340 Zielgruppenpersonen (1 Jahr Vormerkung beim AMS und älter als 50 Jahre) vorgemerkt

Zusätzlich und gemeinnützig – diesen Kriterien müssen die neu geschaffenen Arbeitsplätze entsprechen. Durch die neuen Stellen, die kollektivvertraglich bzw. ortsüblich und angemessen entlohnt werden müssen, werden wichtige Bedarfe im Interesse des Gemeinwohls abgedeckt, denn die neuen Stellen können in folgenden Bereichen geschaffen werden:

-) Gemeinden und gemeindenahe Bereiche

-) Soziale Unternehmen

-)Gemeinnützige Vereine und Organisationen


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