Betrügerin entlockte Gmundner mehrere Hunderttausend Euro
BEZIRK GMUNDEN. Über einen Zeitraum von vier Jahren - von Jänner 2013 bis Anfang April dieses Jahres - entlockte eine rumänische Staatsbürgerin einem Mann aus dem Bezirk Gmunden unter verschiedensten Vorwänden immer wieder Geld. Insgesamt entstandein Schaden von 400.000 Euro.

Die heute 41-jährige Frau gab an, das Geld für den Kauf/Verkauf von Immobilien beziehungsweise die Notariatskosten und für angebliche Therapien nach drei verschiedenen behaupteten schweren Erkrankungen zu brauchen. Sie versprach dem Mann, das Geld nach den Immobilienverkäufen zurückzuzahlen. Unter anderem verkaufte der Mann sogar zwei Grundstücke, um der Frau die geforderten Beträge geben zu können.
Geld für „Kaution“ nach Festnahme gefordert
Zuletzt überwies er ihr im heurigen März 980 Euro für einen Flug nach New York und einen Anschlussflug nach Österreich. Die Verdächtige kaufte jedoch kein Flugticket, sondern schickte dem 43-Jährigen eine Handy-Nachricht, dass sie am Flughafen New York festgenommen worden wäre und nun 15.000 Dollar als Kaution für ihre Freilassung benötigen würde.
Festnahme in Bukarest
Diesmal zahlte der 43-Jährige jedoch nicht, sondern erstattete mit seinem Bruder Anzeige bei der Polizei. Die Frau konnte aufgrund eines europäischen Haftbefehls in Bukarest festgenommen werden. Sie wurde Ende Juli ausgeliefert und in die Justizanstalt Wels überstellt.
Über 400.000 Euro Schaden
Die Verdächtige, die als Prostituierte in Österreich gearbeitete hatte, zeigte sich zum Teil geständig. Die Gesamtschadensumme beläuft sich auf mehr als 400.000 Euro. Derzeit befindet sich die 41-Jährige in U-Haft in der Justizanstalt Wels.


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