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HALLSTATT/OBERTRAUN/GRÜNAU. Viele nutzten das schöne Wetter am verlängerten Wochenende für Ausflüge auf die Berge. Dabei kam es zu mehreren Unfällen.

Symbolbild: Weihbold
Symbolbild: Weihbold

Spaltensturz am Hallstätter Gletscher

Ein 61-Jähriger aus Schladming war am 14. August gegen 12.30 Uhr am Hallstätter Gletscher unterwegs. Der Wind hatte am Vortag Isolierplatten von der Baustelle an der Dachsteinwarte verweht und am Gletscher verteilt, der Mann war gerade dabei, eine solche Platte vom Gletscher in Richtung Dachsteinwarte zu tragen, als er abseits vom durch den Seilbahnbetreiber präparierten Gletscherweg in eine vom Schnee zugewehte Gletscherspalte fiel.

Er stürzte acht Meter tief ab, ehe er kurz auf einer Schneebrücke zu liegen kam. Die Schneebrücke konnte die Last allerdings nicht tragen, und der Mann stürzte weitere zwölf Meter ab, ehe er in rund 20 Meter Tiefe zu liegen kam.

Ein Zeuge eilte sofort zur Seethalerhütte und verständigte den Hüttenwirt. Dieser fuhr mit seinem SkiDoo und einem Zivilbergführer zum Unfallort. Der Bergführer wurde in die Spalte abgeseilt und konnte die Rettung des verletzten 61-Jährigen durchführen. Unterstützt wurde die Aktion von zufällig anwesenden Bergrettern aus Bad Mitterndorf. Nach der Erstversorgung durch den Notarzt wurde der Schwerverletzte in ein Spital geflogen.

Sturz in Gletscherspalte endete glimpflich

Kurze Zeit später, um 15.15 Uhr, Uhr stiegen eine 39-Jährige und ein 43-Jähriger, beide aus Mauerbach, ebenfalls am Hallstätter Gletscher vom Hohen Dachstein in Richtung Simonyhütte ab. Die beiden Alpinisten waren mit angepasster Hochtourenausrüstung ausgestattet und bewegten sich aufgrund der durch den in den vergangenen Tagen gefallenen Neuschnee nicht sichtbaren Gletscherspalten in einer Zweierseilschaft fort.

Rund 100 Meter nördlich der Dachsteinwarte stürzte der an erster Stelle gehende 43-Jährige in eine nicht sichtbare Gletscherspalte. Der Sturz konnte glücklicherweise von seiner Begleiterin gehalten werden, sodass die Sturzhöhe gering war und sich der Alpinist nicht verletzte. Der via Notruf alarmierte Bergrettungsdienst Ramsau/Dachstein führte die Rettung durch und im Anschluss konnten die beiden Bergsteiger ihren Abstieg in Richtung Simonyhütte fortsetzen.

 

Pensionist stürzte beim Abstieg vom Zwillingskogel

Am 14. August gegen 9.15 Uhr stieg ein 69-Jähriger aus mit seiner 56-jährigen Gattin von Grünau auf den Zwillingskogel auf. Kurz nach 14 Uhr kam der Mann beim Abstieg vom Zwillingskogel in Richtung Traxenbichl, vermutlich wegen eines wegrutschenden Wanderstocks, zu Sturz und zog sich dabei eine Verletzung an der rechten Schulter unbestimmten Grades zu. 

Ein selbstständiger Abstieg war wegen den starken Schmerzen nicht mehr möglich. Aufgrund der dichten Bewaldung musste die Bergrettung Grünau den Mann mittels Gebirgstrage und Seil bergen. Er wurde zur weiteren Behandlung ins UKH Linz gebracht.

52-Jähriger stürzte mit E-Mountainbike

Bereits am 13. August wurde ein 52-Jähriger aus Schlierbach verletzt, als er mit seinem E-Mountainbike den parallel neben der L549 Almseelandesstraße verlaufenden Wanderweg in Richtung Almsee (Gemeinde Grünau) befuhr. Seine Gattin fuhr im Abstand von 30 Metern hinter ihm. Bei einer steileren, geschotterten Wegpassage verlor der Mann zu viel Geschwindigkeit, verlor das Gleichgewicht und kippte um.

Eine nachkommende 31-jährige Grünauerin leistete erste Hilfe und verständigte den Notruf. Das Rote Kreuz Scharnstein führte die Erstversorgung durch, konnte den Verletzen aufgrund des unwegsamen Geländes jedoch nicht abtransportieren. Der 52-Jährige wurde daher vom ebenfalls alarmierten Bergrettungsdienst Grünau mit einer Gebirgstrage bis zur Almseelandesstraße getragen und anschließend ins Krankenhaus eingeliefert.


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