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GMUNDEN. Anrufer, die sich als Polizisten ausgaben, überzeugten eine Gmundner Pensionistin, Geld abzuheben und es ihnen auszuhändigen, da es sich um Falschgeld handle. Der selbe Trick wurde auch bei anderen Personen versucht.

Foto: Weihbold
Foto: Weihbold

Die bisher unbekannten Täter riefen am 13. März um 22 Uhr bei der 78-jährigen Pensionistin an. Ein gut deutsch sprechender Mann gab sich als Oberpolizeikommissar aus, der eine rumänische Einbrecherbande gefasst hätte. Dabei hätte die Polizei eine Liste von mehreren Personen des Wohnortes der Pensionistin gefunden, in deren Haus eingebrochen werden sollte.

Ausgefragt und zur Bank geschickt

Die Frau wurde verleitet, Wertgegenstände in ihrem Besitz aufzuzählen und ihr persönliches Umfeld bekanntzugeben, wie zum Beispiel ob sie alleine wohne. Da auch ein Bankbeamter ihrer Bank in die verbrecherischen Handlungen involviert sei, müsse man untersuchen, ob dieser Beamte Falschgeld in das Vermögen der Geschädigten gebracht habe, erklärte der falsche „Polizist“ der Frau. Er wies sie an, Geld von der Bank zu beheben und einem weiteren vermeintlichen Polizeibeamten zu übergeben, was sie auch am 14. März gegen 13 Uhr zu Hause tat. 

Um die Tat geheim zu halten, wiesen die Täter die Frau an, mit niemandem über den Vorgang zu sprechen. Als Grund nannten sie laufende Ermittlungen.

Trick wurde auch bei anderen Pensionistinnen versucht

Bei weiteren drei Pensionistinnen aus Gmunden wurde derselbe Trick am 13. März abends versucht, wobei diese jedoch auf die Anweisungen der vermeintlichen Polizeibeamten nicht eingingen und somit kein Schaden entstand.

Die Polizei rät:

- Sofort auflegen: Um sich vor Betrügern am Telefon zu schützen soll man sich gar nicht erst auf ein Gespräch einlassen, sondern am besten sofort auflegen. In dem Moment, wo man sich auf den Anrufer einlässt, wird es schwer. Die Person am Ende der Leitung ist gut geschult und darauf trainiert, einen bei der Stange zu halten. Sie wissen genau, wie sie jemanden ködern können.

- Von der Telefonnummer am Display nicht täuschen lassen: Um die eigene Glaubwürdigkeit zu erhöhen, manipulieren die Betrüger mitunter gezielt die eigene Rufnummer, die am Telefondisplay des Opfers aufscheint. Die Täter senden dabei durch Telefonnummer Spoofing die Polizeinotrufnummer +430133 mit, sodass diese bei den Opfern am Display erscheint und untermauern soll, dass der Anruf tatsächlich von der Polizei kommt. (Die Polizei ruft jedoch nie vom Polizeinotruf 133 an!)

Weitere nützliche Tipps:

• Die Polizei wird Sie niemals um Geldbeträge bitten. 

• Geben Sie am Telefon keine Details zu Ihren finanziellen Verhältnissen preis. 

• Lassen Sie sich am Telefon nicht unter Druck setzen. Legen Sie einfach auf.

• Übergeben Sie niemals Geld an unbekannte Personen. 

• Die Polizei wird sie niemals um Geldbeträge bitten. 

• Geben sie am Telefon keinesfalls Details zu Ihren finanziellen Verhältnissen preis. 

• Übergeben sie niemals Geld an unbekannte Personen. 

• Ältere Menschen sollten sich am Telefon nicht verunsichern oder unter Druck setzen lassen. Im Zweifelsfall GEHEN sie persönlich zur nächsten Polizeiinspektion.


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