Bei Schlechtwetter Orientierung verloren: Wanderin vom Krippenstein per Notarzthubschrauber gerettet
BEZIRK GMUNDEN. Aufgrund Schlechtwetters verlor eine 44-jährige Deutsche am 22. Juni bei einer Wanderung am Krippenstein die Orientierung und wurde nach mehrstündigem Herumirren vom Notarzthubschrauber unverletzt geborgen.

Die 44-Jährige startete am Nachmittag von der Krippenstein-Bergstation zu einer Wandertour entlang des Heilbronner Rundwanderweges. Nachdem sie beim Heilbronnerkreuz angekommen war, verschlechterte sich das ohnehin bereits sehr wechselhafte Wetter. Trotz Regen, Hagel, Schneefall und sehr schlechter Sicht setzte sie ihre Wanderung fort und verlor die Orientierung.
Bekannte in Deutschland verständigte Bergrettung
Die Deutsche versuchte schließlich, auf dem markierten Wanderweg zurück zur Bergstation des Krippensteins zu gehen; da sie jedoch nach rund fünf Stunden Gehzeit den markierten Weg immer wieder verlor, verständigte sie nach einer weiteren Stunde eine Bekannte in Deutschland, die kurz vor 18 Uhr den Bergrettungsnotruf 140 wählte.
44-Jährige war in falsche Richtung unterwegs
Es stellte sich aufgrund von per SMS übermittelten Kartenausschnitten heraus, dass die 44-Jährige nicht wie geplant Richtung Bergstation unterwegs war, sondern in Richtung des sogenannten Gutenberghauses. Der Polizeihubschrauber Libelle konnte aufgrund des Wetters nicht starten, sodass der Bergrettungsdienst Obertraun den Notarzthubschrauber Christophorus 14 aus Niederöblarn, Steiermark, alarmierte.
Notarzthubschrauber konnte Wanderin unverletzt ins Tal fliegen
Dieser erhielt eine Startfreigabe und konnte die Wanderin schließlich aufnehmen und ins Tal fliegen. Die 44-Jährige, die schlecht ausgerüstet war, erlitt lediglich eine leichte Unterkühlung, blieb ansonsten jedoch unverletzt. Sie fuhr mit öffentlichen Verkehrsmitteln zurück nach Obertraun.


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