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BEZIRK GMUNDEN. Zwei chinesische Staatsangehörige im Alter von 24 und 35 Jahren, die in Michigan/USA studieren, mussten am 1. September abends vom Krippenstein gerettet werden.

Die Suche dauerte aufgrund falscher Ortsangaben länger, war schließlich aber von Erfolg gekrönt. Symbolfoto: Wodicka

Die Studenten machten sich gegen 14 Uhr von Obertraun zu Fuß auf den Weg zur Aussichtsplattform „Five Fingers“ am Krippenstein. Trotz Regens und schlechter Sicht stiegen die beiden über die Skipiste auf, den Weg hatten sie sich zuvor am Handy angeschaut und für machbar erachtet, dabei jedoch die rund 1.500 Höhenmeter unterschätzt.

Studenten suchten „Five Fingers“

Gegen 17 Uhr erreichten sie Krippenbrunn auf ca. 1.550 Metern Seehöhe; da dort auf ihrem Handy die „Five Fingers“ in unmittelbarer Nähe markiert waren, begannen sie im Umkreis zu suchen, konnten die Plattform aber nicht finden, da dazwischen noch die nahezu senkrechte Krippenstein Nordwand und etwa 500 Höhenmeter lagen.

Erster Notruf mit falscher Ortsangabe

Kurz vor 17.30 Uhr setzten sie dann den ersten Notruf ab, wobei sie fälschlicherweise angaben, sich im Bereich der „Five Fingers“ zu befinden. Ein Rückruf, um ihren genauen Standort zu eruieren, war nicht möglich, da im Handy keine SIM-Karte vorhanden war.

Bergrettung machte sich auf die Suche

Mit drei Quads machten sich die Bergrettung Obertraun, ein Bediensteter der Seilbahn, der Hüttenwirt von der Loge am Krippenstein und ein Beamter der AEG Gmunden auf die Suche nach den Studenten. Gegen 18.10 Uhr meldeten sie sich wieder per Notruf und gaben an, einen deutschen Wanderer getroffen zu haben, der sie zur Gjaidalm bringen würde.

Vermisste unverletzt auf Skipiste aufgefunden

Daraufhin wurde die Suche in diesen Bereich verlegt; da der deutsche Wanderer jedoch die Abzweigung zur Gjaidalm verpasst hatte, wurde die Suchmannschaft nicht fündig. Eine Stunde später setzten die Vermissten erneut einen Notruf ab und teilten mit, dass sie sich nun auf der Skipiste der Talabfahrt Krippenstein befinden würden. Dort konnten sie dann schließlich wenig später vom BRD Obertraun angetroffen werden.

Studenten zur Talstation gebracht

Der deutsche Wanderer wurde vom Hüttenwirt mit dem Quad zur Gjaidalm gebracht, die beiden Studenten vom BRD Obertraun mit dem Quad zur Talstation der Krippensteinseilbahn. Die beiden Studenten trugen leichte Straßenschuhe und waren nur mit T-Shirt und Pullover bekleidet, total durchnässt, leicht unterkühlt und sehr hungrig, ansonsten aber unverletzt.


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