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Hubschrauber-Nachteinsatz: Schneeschuhgeher geriet am Feuerkogel in Bergnot

Online Redaktion, 11.02.2026 13:28

EBENSEE. (Update) Dienstagabend wurde die Bergrettung Ebensee kurz vor 18 Uhr zu einem winterlichen Bergrettungseinsatz im Höllengebirge alarmiert.

Foto: Bergrettung Ebensee
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Der Schwiegersohn eines Schneeschuhwanderers verständigte die Einsatzkräfte, nachdem ihn eine Nachricht seines Schwiegervaters erreicht hatte: Der Mann war seit dem Vormittag im Höllengebirge unterwegs, stark erschöpft, klagte über körperliche Beschwerden und kam im unwegsamen, tief verschneiten Gelände aufgrund der einbrechenden Dunkelheit nicht mehr weiter. Er befand sich nach eigenen Angaben am Rückweg zur Bergstation Feuerkogel, jedoch ohne genaue Routenangabe.

Hubschrauber und Drohne im Einsatz

Dank der Feuerkogelseilbahn, die ihre Anlage außerhalb der Betriebszeiten in Betrieb nahm, konnte die Mannschaft der Bergrettung rasch auf den Feuerkogel auffahren – eine maßgebliche Unterstützung für den weiteren Einsatzverlauf. Parallel dazu wurden der nachtflugtaugliche Polizeihubschrauber Libelle aus Salzburg sowie die Drohnengruppe der Feuerwehr Roith und der Bergrettung Ebensee mit vier Einsatzkräften hinzugezogen. Die neue Bergrettungshütte am Feuerkogel diente als Einsatzzentrale.

Steiles Suchgebiet

Aufgrund schlechten Mobilfunkempfangs war ein direkter Kontakt zum Verunfallten nur begrenzt möglich. Über ein kurzes Verbindungsfenster, vermittelt durch die Rettungsleitstelle Linz, gelang die Standortabfrage. Der Schneeschuhgeher befand sich demnach zwischen Alberfeldkogel und Rieder Hütte – ein ausgedehntes und steiles Suchgebiet.

Die Einsatzteams machten sich sofort auf den Weg in diese Region. Gleichzeitig wurde das Suchgebiet für den Polizeihubschrauber eingegrenzt, der den Verunfallten schließlich auch lokalisieren konnte. Da sich dieser jedoch in steilem, verschneitem und äußerst schwer zugänglichem Gelände befand, war ein Erreichen durch terrestrische Einsatzmannschaften eine große Herausforderung. Schnell war klar, dass ein bodengebundener Abtransport sowohl aufgrund der Geländeform als auch der erheblichen Distanz zur Bergstation nicht durchführbar war.

Rettung per Tau

Daraufhin wurde der Rettungshubschrauber C14 angefordert. Dieser konnte den stark unterkühlten Mann nach Erstversorgung durch die Bergrettung Ebensee schließlich kurz vor 21 Uhr per Tau retten und sicher ins Krankenhaus transportieren.

Update

„Ein 78-Jähriger aus dem Bezirk Ried begab sich am Dienstag gegen 9 Uhr auf eine Schneeschuhwanderung am Feuerkogel im Gemeindegebiet von Ebensee am Traunsee. Er startete von der Bergstation der Feuerkogel Seilbahn und ging über den markierten und gespurten Sommerweg zur Riederhütte.

Für den Rückweg gegen Mittag, nach einer Rast, versuchte er den zurzeit aufgrund des Schneemangels ungespurten und nicht markierten Winterweg, welcher sich etwas weiter südlich befindet, jedoch zurzeit nicht begangen wird.

Der Mann erschöpfte zunehmends und versuchte telefonisch Hilfe anzufordern. Jedoch ist die Netzabdeckung in diesem Bereich des Höllengebirges unzureichend. Er verständigte gegen 16 Uhr mittels Instant-Messaging-Dienst seine Angehörigen und ersuchte um Hilfe. Als die Nachricht aufgrund der Empfangsschwierigkeiten einige Zeit später die Angehörigen erreichte, verständigten diese gegen 17:45 Uhr die Bergrettung“, schildert die Polizei.


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