In kurzer Hose bei 5 Grad: 18-Jähriger verirrte sich im Toten Gebirge – Nächtliche Rettungsaktion
GRÜNAU IM ALMTAL. Ein 18-jähriger Ungar unternahm am Donnerstag in kurzer Hose und T-Shirt eine Bergtour im Toten Gebirge. Geendet hat das Unterfangen mit einem Bergrettungseinsatz bei fünf Grad Celsius.

Gegen 10.30 Uhr stieg der junge Mann vom Almsee kommend über den Normalweg in Richtung Röllsattel auf. In weiterer Folge beabsichtigte er über den Weitwanderweg (E 4 alpin bzw 201 und 215) in Richtung Großer Priel aufzusteigen. Der Bergsteiger kam jedoch nur langsam voran und entschloss sich daher am späteren Nachmittag sein Tagesziel zu ändern.
Er wollte in Richtung Welser Hütte absteigen, verfehlte jedoch die richtige Abzweigung und gelangte in Richtung der „Pfaffenschneid“ westlich des Schermbergs. In völliger Dunkelheit konnte er schließlich nicht mehr weiter und setzte um 22 Uhr einen Notruf ab, wobei vorerst ungesicherte Koordinaten übermittelt wurden.
Polizeihubschrauber startete zum Suchflug
Durch einen Suchflug der Flugpolizei konnten diese Koordinaten bestätigt werden. Nachdem er eindeutig lokalisiert wurde stiegen Einsatzkräfte des Bergrettungsdienstes der Ortsstelle Grünau im Almtal über die Hetzau und das Büchsenkar auf.
Um 1.55 Uhr erreichten sie die Position des Bergsteigers. Aufgrund der Außentemperaturen von rund fünf Grad und der mangelhaften Ausrüstung (kurze Hose, kurzes Shirt, Turnschuhe) war der Ungar bereits erheblich unterkühlt.
Mehrere Rettungsversuche durch den Notarzthubschrauber scheiterten an den Windverhältnissen. Über wegloses Gelände und mit kräftiger Unterstützung der Bergrettung gelang schließlich der Abstieg zu Fuß. Um 6:45 Uhr konnten die Einsatzkräfte den Einsatz beenden. Der Bergsteiger blieb unverletzt.
Der Artikel wurde am 24.7. um 10.45 Uhr umfassend überarbeitet.








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