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Online Redaktion, 30.07.2026 07:14

BEZIRK GMUNDEN. Unterschätzte Routen, drückende Hitze und schwindende Kräfte: Am Mittwoch spielten sich auf dem Weg zwischen der Simonyhütte und der Adamekhütte dramatische Szenen ab. Gleich mehrere Bergsteiger gerieten im alpinen Gelände so schwer an ihre Grenzen, dass nur noch die Taurettung aus der Luft half.

Symbolfoto: Weihbold
Symbolfoto: Weihbold

Ein 24-Jähriger aus Deutschland wanderte am Mittwoch gemeinsam mit vier weiteren Familienmitgliedern von der Simonyhütte in Richtung Adamekhütte. Sie wählten dafür den markierten Wanderweg Nr. 650 über den Hohen Trog über die Hosswandscharte und weiter zur Adamekhütte. Nach etwa halber Wegstrecke verspürte der Mann starke Ermüdungserscheinungen sowie Krämpfe im gesamten Körper.

Die Gruppe beschloss daher den Bergrettungsnotruf zu wählen. Es wurde der Bergrettungsdienst Gosau sowie zwei Beamte der Alpinen Einsatzgruppe verständigt. Nach erster Lagefeststellung wurde der Notarzthubschrauber C14 ebenfalls zum Einsatz hinzugezogen.

Nach einem kurzen Erkundungsflug konnte die Gruppe im Gelände lokalisiert werden und der Mann im Anschluss vom Notarzthubschrauber mittels Seilwinde an Bord aufgenommen werden. Der 24-Jährige wurde am Zwischenlandeplatz in Gosau beim Bergrettungsdienst versorgt. Der augenscheinlich unverletzte Wanderer benötigte keine weitere medizinische Hilfe und begab sich mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zurück zu seiner Unterkunft im Bezirk Gmunden.

Zweiter Hubschraubereinsatz

Am Mittwochnachmittag kam es dann noch zu einem zweiten Einsatz am Wanderweg Nr. 650 zwischen Simony- und Adamekhütte. Zwei deutsche Staatsangehörige im Alter von 53 und 56 Jahren stiegen am Dienstag, gemeinsam mit sechs weiteren Gruppenmitgliedern, von Ramsau am Dachstein aus zur Adamekhütte auf, wo sie die Nacht verbrachten.

Am Mittwoch um 7 Uhr starteten sie zu einer weiteren Tagesetappe zur Simonyhütte. Sie planten dafür eine Gehzeit von ca. sieben Stunden ein. Der Weg über die Hosswandscharte und den Hohen Trog gestaltete sich aber als schwieriger als von ihnen gedacht bzw. laut ihrem Verständnis der Tourenbeschreibung. Neben dem anhaltend schwierigen Wegbedingungen machten ihnen zudem die Höhe sowie die Hitze schwer zu schaffen, weshalb sie nach sieben Stunden Gehzeit erkennen mussten, dass diese Tagesetappe nicht bewältigbar ist.

Deshalb entschlossen sie sich um 14 Uhr einen Notruf abzusetzen. Die Crew des Polizeihubschraubers rettete die beiden Frauen mittels Taurettung und flog sie zur Adamekhütte und von dort ins Tal nach Gosau, wo sie um 16.15 Uhr beim Bergrettungsdienst kurz versorgt wurden.


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