K-Hof-Museen: Ausstellung zum 75. Geburtstag von Anton Raidel
GMUNDEN. Die K-Hof-Museen gratulieren dem Gmundner Keramikkünstler von internationalem Rang Anton Raidel mit einer Werkschau in der Spitalskirche.

Will man die großen Drei der zeitgenössischen Gmundner Keramikkunst benennen, ist Anton Raidel in eine Reihe mit Kurt Ohnsorg und Franz Josef Altenburg zu stellen. Raidel, der im März seinen 75. Geburtstag feierte, gilt als Prophet auch im eigenen Land etwas. Das zeigen diverse Ausstellungen und Kunst am Bau-Aufträge in seiner Heimatstadt – und eine Fülle von Arbeiten im Fundus der Stadtgemeinde, die bereits 2003 eine Sammlung ankaufte. Genau diese, an die 50 Arbeiten, stellt das Stadtmuseum bis Ende Oktober zur Schau.
Keramiker, Bildhauer, Grafiker
Der gebürtige Wiener Neustädter erweist sich bis heute als genialer Kollege Kurt Ohnsorgs, an dessen Gmundner Symposien er auch mehrmals teilnahm. Interessante Gefäßkeramik, bei der auch Raidel die Oberfläche grob und energisch aufbricht oder auch veredelt, hatte er stets im kleinen Finger. Was ihn darüber hinaus reizte und beschäftigte, war die Entwicklung der Keramikkunst hin zur Bildhauerei. Figuren, Torsi, Tische, Blöcke, Köpfe, Stelen oder auch Bildplatten, in die er auch andere Materialien wie Metall und Holz einfügte, zeigen über die Jahre hin eine Motivik, die Erinnerungen an den Gräber- und Repräsentationskult uralter Kulturen weckt. Sein plastisches Schaffen begleitet Raidel seit jeher mit Zeichnung und Druckgrafik.


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