Gmundner Filmemacher bei Crossing Europe

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Sebastian Brameshuber begleitete einen nigerianischen Mechaniker in der Steiermark. Foto: Filmgarten Verleih
Daniela Toth Daniela Toth, Tips Redaktion, 08.04.2019 09:10 Uhr

GMUNDEN. Der aus Gmunden stammende Dokumentarfilmer Sebastian Brameshuber hat für seinen dritten Langfilm jahrelang in einer Nische der Autohandelsbranche recherchiert. „Bewegungen eines nahen Berges“ ist in Kürze beim Linzer Filmfestival Crossing Europe zu sehen.

Der Durchbruch gelang dem heute 38-Jährigen mit seinem ersten Langfilm „Muezzin“ (2010), in dem er einen türkischen Muezzin-Wettbewerb schildert. Daheim am Traunsee schuf er 2014 mit „Und in der Mitte, das sind wir“ eine einfühlsame Studie des Jugendmilieus in Ebensee, das damals durch eine Attacke auf Teilnehmer der KZ-Gedenkfeier als rechtsradikal stigmatisiert worden war.

Vielfältiger Blick auf das Erz

Für seine aktuelle 85-minütige Doku „Bewegungen eines nahen Berges“ begleitete Brameshuber den Mechaniker Cliff aus Nigeria, der in seiner Werkstatt in der Nähe des steirischen Erzberges alte Autos ausweidet und die funktionstüchtigen Teile exportiert. Der Filmemacher gibt nicht nur Einblicke in den wirtschaftlichen Mikrokosmos Altautoverwertung: Als ruhiger Beobachter zeigt er auch die Umgebung und den Erzberg-Tourismus. Indem er die nebelverhangene Gegend mit afrikanischer Musik kon­trastiert und in Bildern über einen der wichtigsten Rohstoffe der Menschheit nachdenkt – vom Erzabbau bis zum Alteisen – bekommt der Film auch eine geradezu philosophische Komponente.

Film kommt im Herbst nach Gmunden

Der Film wird im Rahmen von Crossing Europe am Freitag, 26. April, um 21 Uhr aufgeführt. Das vollständige Festivalprogramm ist ab 11. April (www.crossingEurope.at) online, an diesem Tag startet auch der Kartenverkauf. Nach Angabe des Filmverleihs wird der Film im September oder Oktober auch in Gmunden zu sehen sein.

 

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