Nachruf Anton Raidel
GMUNDEN. Vor wenigen Tagen, am 29. Oktober, starb Anton Raidel unerwartet nach längerer Krankheit in Gmunden. Mit ihm verlor Österreich einen der wichtigsten Vertreter der modernen Keramik.

Mit dem Tod von Anton Raidel verlieren wir einen der wichtigsten Vertreter der modernen Keramik in Österreich. Peter Baum nannte ihn anlässlich einer großen Werkschau in der Neuen Galerie der Stadt Linz 1983 nicht nur einen der besten, sondern auch kompromisslosesten Keramikern Österreichs. Neben den Keramiken und Skulpturen widmete er sich auch in seinen Druckgrafiken und Zeichnungen existentiellen Fragestellungen.
Anton Raidel wurde 1943 in Wiener Neustadt geboren, aufgewachsen in Graz, studierte er bei Prof. Leinfellner an der Akademie für angewandte Kunst in Wien. In den frühen Siebziger Jahren nahm er an den Keramiksymposien und der Gruppe H unter der Leitung von Kurt Ohnsorg teil, einem für ihn wegweisenden Gefährten und Freund. Seit 1973 betrieb er eine eigene Werkstatt in Gmunden.
Seine Werke wurden international prämiert und im In- und Ausland gezeigt und sind in den wichtigen Sammlungen und zahlreich in privatem Besitz vertreten. Die Galerie am Tanglberg eröffnete mit den Werken von Anton Raidel. 1996 erhielt er den Landeskulturpreis des Landes Oberösterreich für Bildende Kunst. Zuletzt zeigte das Kammerhof Museum Gmunden eine Personale zum 75. Geburtstag von Anton Raidel. Er lebte und arbeitete gemeinsam mit der Keramikerin Veronika Gräbner.


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