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TRAUNKIRCHEN. Im Rahmen des Jubiläums 1000 Jahre Kloster Traunkirchen präsentiert der Kulturverein ArcheKult in der ehemaligen Pfarrerwohnung des Klosters eine völlig neu gestaltete archäologische Ausstellung zur Ur- und Frühgeschichte Traunkirchens.

Spätantiker Kamm Foto: ArcheKult
Spätantiker Kamm Foto: ArcheKult

Zahlreiche Fundstellen im heutigen Ortsgebiet zeugen von der Bedeutung der Siedlung in der Späten Bronzezeit (10./9. v. Chr.) und der Älteren Eisenzeit (Hallstattzeit, 8. bis 6. Jh. v. Chr.). Unmittelbar vor der Halbinsel, auf der sich heute Kirche und Kloster erheben, befand sich die einzige Seeufersiedlung dieser Zeit in Österreich, auf dem benachbarten Johannesberg ein Kultplatz in Form eines „Brandopferplatzes“, der bis ins 4. nachchristliche Jahrhundert Schauplatz von Trank- und Speiseopfern für die Götter war. Die überregionale Bedeutung dieser Siedlung als Knotenpunkt eines weitgespannten Kommunikations- und Handelsnetzes spiegelt sich im Reichtum der beiden Gräberfelder wider, die sich vom Kloster über einige Fundstellen im Ort bis zur sogenannten „Klettenwiese“ erstreckten.

International bedeutende Funde

Die Ausstellung führt die Besucher auch nach Hallstatt und in fast alle Landschaften des Salzkammerguts und darüber hinaus bis zum Alpenhauptkamm und ins Donautal. All diese Gebiete waren durch „Wege zum Salz“ miteinander und mit dem Bergbau in Hallstatt verbunden und hatten Anteil am „Salzboom“ der Bronze-, Eisen- und Römerzeit. In Traunkirchen ist eine Auswahl der international bedeutenden Funde aus den beiden Gräberfeldern und dem Bereich der urgeschichtlichen Siedlung zu sehen, der Schwerpunkt liegt auf der Urnenfelder- und Hallstattkultur.

Die Ausstellungen im Rahmen des Klosterjubiläums sind im August von Donnerstag bis Sonntag, im September und Oktober von Freitag bis Sonntag, jeweils von 14 bis 18 Uhr geöffnet. Führungen durch die archäologische Ausstellung sind nach vorheriger telefonischer Anmeldung unter den Nummern 07617/3466 oder 0676/7851070 möglich


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