"Kunstfabrik4.0" - Fabrik trifft Kultur
LAAKIRCHEN. Die vier Kunstvermittlerinnen Friederike Reiter, Sonja Aigner und Elisabeth Stumpfoll entdeckten das geschichtsträchtige Areal der Papierfabrik Steyrermühl für ihr Projekt „Kunstfabrik4punkt0“.

Die charmante Rohheit der aufgelassenen Fabriksgebäude sowie der Umstand, dass die industrielle Herstellung von Papier das Leben vieler Menschen in dieser Region prägte und immer noch prägt, begeisterte die vier Frauen. Das ehemalige E-Werk ist nahezu in seinem Urzustand erhalten, alte Hebel, Rohre, Schaltkästen, Seilwinden und Objekte aus dem Alltagsleben der Arbeiter sind noch immer vorhanden.
Erfolgreicher Auftakt
Die Besonderheit des Konzepts liegt darin, dass Künstler eingeladen werden direkt in der Fabrik zu arbeiten und den Ort, seine Geschichte als auch seine Gegenwart in die künstlerische Arbeit einzubeziehen. Die Räume des E-Werks werden zu temporären Ateliers. Der Auftakt fand Anfang August mit der Künstlerin Maria Hanl und dem Kollektiv „Raumarbeiterinnen“ (Simone Barlian, Sophie Netzer, Kerstin Reyer und Theresa Muhl) statt. Gesprächs- und Besuchszeiten wurden für Neugierige angeboten. Die spannende Projektpräsentation mit Installationen, Videos und Performances am 14. August bestätigte den Veranstalterinnen das Potential des entwickelten Formats. Bis 2024 wird dieser Ort durch zahlreiche kulturelle Veranstaltungen zum Leben erweckt und in Folge ein fixer Bestandteil in der regionalen Kulturlandschaft sein.
Am 30. Oktober von 16 bis 21 Uhr werden künstlerische Arbeiten aus der ersten Projektphase in der Kunstfabrik gezeigt.


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