Wanderer erzählt vom Leben im „Großen Wandel“
OHLSDORF. 7.000 Kilometer ist Reinhold Richtsfeld vor über zehn Jahren zu Fuß gereist. Davon, was von den Erfahrungen geblieben ist und wie sich die Perspektive als Familienvater ändert, berichtet der Mühlviertler am Dienstag, 21. März, um 19.30 Uhr im Sitzungssaal der Gemeinde Ohlsdorf.

Seit über zwanzig Jahren beschäftigt sich Richtsfeld mit dem Thema Nachhaltigkeit und wichtigen Fragen unserer Zeit: Wie verwirklichen wir ein gutes Leben für alle innerhalb der ökologischen Grenzen? Wie gelingt es, in einer Zeit des „Großen Wandels“ nicht das Herz zu verschließen, sondern den nächsten Entwicklungsschritt in eine lebenswerte Zukunft zu gehen? 7.000 Kilometer seiner persönlichen Forschungsreise legte der studierte Elektrotechniker und Soziologe zu Fuß zurück, mit dem Weg als Lehrer und der Selbsterkenntnis als Lehrerin. Was es heißt, aufzubrechen und sich eineinhalb Jahre auf den Weg zu begeben, davon erzählt der Abenteurer bei seinem Vortrag. „Zu-Fuß-Gehen ist die intensivste Art des Reisens, durch die Langsamkeit prägen sich die Erlebnisse tief ein. Aus diesem Erfahrungsschatz schöpfe ich bis heute“, resümiert Richtsfeld, dessen Wanderung ihn quer durch Europa bis nach Marokko und auf die Kanarischen Inseln führte.
Mittlerweile ist er in einer neuen Lebensphase angekommen. Er hat sich in Neumarkt im Mühlkreis angesiedelt, ist verheiratet und Vater von zwei Kindern. „Es ist spannend, wie die Zeit so manches Erlebte in ein anderes Licht rückt“, bekennt Richtsfeld. „Darauf gehe ich besonders ein und spüre meinen Fragen nach, die mir heute wichtiger erscheinen, denn je.“


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