Neues Grab der Eisenzeit entdeckt
HALLSTATT. Bronzebeigaben und Textilreste wurden in einer neu gefundenen prähistorischen Brandbestattung am Salzberg in Hallstatt gefunden. Das Gräberfeld ist größer als angenommen.

Bei aktuellen Grabungen des Naturhistorischen Museums Wien am Hallstätter Salzberg stießen Archäologen auf neue Funde. Am bemerkenswertesten ist dabei ein Brandgrab mit noch sehr gut erhaltenen Bronzebeigaben. Bei der Bergung der Metallfunde konnten gut erhaltene Gewebereste festgestellt werden. Johann Rudorfer, wissenschaftlicher Mitarbeiter der Prähistorischen Abteilung des Naturhistorischen Museums und Leiter der Obertag-Forschungsgrabungen, erklärt: „Die Tatsache, dass wir noch eine klar erkennbare Grabgrube feststellen konnten, begeistert uns. Das Areal wurde im 19. Jahrhundert großflächig archäologisch untersucht, aber gewissen Details, wie zum Beispiel der Grabkonstruktion, wurde damals wenig Beachtung geschenkt.“ Im Hochtal von Hallstatt wurden bereits mehr als 1.500 Gräber freigelegt. Hochrechnungen sprachen bislang von geschätzten 5.000 Bestattungen. Durch eine höhere Belegungsdichte, die bei der jüngsten Grabung festgestellt wurde, wird diese Schätzung erheblich anwachsen.


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