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SALZKAMMERGUT. Nach der Kulturhauptstadt-Eröffnung in Bad Ischl im Jänner wurde nun auch in den beiden anderen europäischen Kulturhauptstädten 2024 Tartu und Bodø das Kulturjahr eingeläutet.

  1 / 5   MEP Hannes Heide, Norwegens Premierminister Jonas Gahr Støre und Bürgermeisterin Ines Schiller. (Foto: Stadt Bad Ischl)

An den beiden vergangenen Wochenenden feierten die beiden Städte Tartu in Estland und Bodø in Norwegen ihren Start ins Jahr als Kulturhauptstädte Europas. Nachdem Vertreter der beiden Städte auch in Bad Ischl bei der Eröffnung waren, besuchte umgekehrt eine Delegation aus dem Salzkammergut die jeweiligen Eröffnungsfeiern.

Treffen mit Königin Sonja von Norwegen

Bei der Eröffnung in Bodø trafen Bad Ischls Bürgermeisterin Ines Schiller und Europaabgeordneter und Vorsitzender des Kulturhauptstadt-Aufsichtsrates Hannes Heide (beide SP) auf die norwegische Königin Sonja, die das Kulturhauptstadtjahr offiziell eröffnete. Gemeinsam mit dem EU-Botschafter in Oslo, Nicolas De La Grandville, der den Melina Mercouri-Preis überreichen durfte, entstand ein unterhaltsames Gespräch mit der Monarchin über Norwegens europäische Rolle, wie Kultur und Sport das Land mit Österreich verbinden und welche Bedeutung diese gerade für junge Menschen haben. 

Mit der Ernennung von Bodø zur Kulturhauptstadt wurde erstmals eine Stadt am nördlichen Polarkreis mit dem begehrten Titel ausgezeichnet. Bunt, mit Popmusik, Tanzeinlagen, Booten, Lichteffekten und Feuerwerk wurde die Eröffnungsshow am Hafen gefeiert - untermalt vor allem mit Joik, dem traditionellen Gesang der Samen, der durchaus an Jodler erinnere, erzählt Heide.

Bewegender Moment bei der Eröffnungsfeier in Tartu

In der Woche zuvor war die estnische Stadt Tartu offiziell ins Kulturhauptstadtjahr gestartet. Heide berichtet von einem berührenden Moment der Eröffnungsfeier: Kinder rollten fröhlich einen roten Ball auf die Bühne und weiter in die beiden weiteren Kulturhauptstädte Europas, Bodø und Bad Ischl. Der Ball rollte von der Stadtpfarrkirche auf den Kreuzplatz, in den Kurpark, über den Regenbogen-Zebrastreifen an Trinkhalle und Post vorbei über die Traun und erreichte schließlich zerstörte Gebäude in der Ukraine. Die Kinder sind weg, an ihrer Stelle ein ukrainisches Kind, das den Zuschauern seine Hand entgegen hält.

Mit Videowänden, Lichteffekten, Rock und Popmusik fand der Festakt rund um den zugefrorenen Fluss Emajõgi statt. In der ganzen Stadt wurde auf mehreren Bühnen gefeiert und Musik gemacht, es wurden Ausstellungen eröffnet und Projekte vorgestellt.

Kulturhauptstädte arbeiten eng zusammen

Nicht nur alle drei Kulturhauptstädte Europas 2024 arbeiten zusammen, tauschen sich aus und entwickeln miteinander Projekte - auch Verantwortliche von vorigen Titelträgern und jenen bis ins Jahr 2028 suchen die Zusammenarbeit und den Austausch. So sind die Eröffnungswochenenden so wie auch in Bad Ischl Ort internationaler Begegnungen von Bürgermeistern, Kulturpolitikern sowie von Kunst- und Kulturverantwortlichen.


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