Ausstellung „Über die Schwelle“ mit Bischofs-Messe eröffnet
HALLSTATT. Diözesanbischof Manfred Scheuer feierte den ersten Gottesdienst der Fastenzeit in der katholischen Pfarrkirche „Unsere liebe Frau am Berg“ in Hallstatt. Grund für das Kommen des Bischofs war die Eröffnung der Kunstinstallationen von Künstlerin Haruko Maeda.

Die Spendung des Aschenkreuzes stand am Beginn des Gottesdienstes. Leben, Tod und Vergänglichkeit nahmen in der tiefgehenden Predigt von Bischof Scheuer breiten Raum ein.
Tod und Vergänglichkeit aus verschiedenen kulturellen Perspektiven stehen auch im Zentrum der Werke von Haruko Maeda. Die in Tokio aufgewachsenen Künstlerin, die an der Kunstuni Linz ihr Studium absolviert hat und nun in Wien lebt, hat ihre künstlerischen Arbeiten in der Pfarrkirche, im Beinhaus und in der Gruft positioniert.
Im Kulturhauptstadtjahr 2024 sind in Hallstatt mit dem Kunstprojekt „Über die Schwelle - Künstlerische Positionen zu Tod und Vergänglichkeit“ auf Einladung der Pfarre mehrere Künstler mit ihren Werken zu Gast.
Bei Haruko Maeda ziehen Selbstbildnisse der Künstlerin und ihres Vaters, die „Letzte Mahlzeit“ ihrer Großmutter, ein Knochenbonsai mit der Hand einer Holzfigur, tote, präparierte Körper einer Maus und eines Vogels - kunstvoll umhüllt, ein mit Nippes verziertes Skelett in der Gruftkapelle und andere Exponate die Besucher unweigerlich in Bann. Die Bilder der japanischen Künstlerin sind Präzisionsarbeiten, die Dissonanz von Schönheit und Schmerz als Metapher für Leben und Tod sind in den Werken von Haruko Maeda allgegenwertig.
Die Werke von Haruko Maeda sind noch bis Karfreitag in der Pfarrkirche Hallstatt, in der Gruftkapelle und im Beinhaus, täglich von 9 bis 17 Uhr zu sehen.
von Reinhard Hörmandinger


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