Ausstellung "After the Great War" in Bad Ischl eröffnet
BAD ISCHL. Die Ausstellung „After the Great War“ am Bertha von Suttner-Platz in Bad Ischl zeigt die politischen und gesellschaftlichen Auswirkungen und Veränderungen nach dem Ersten Weltkrieg. Am Freitag, 19. Juli, wurde die Ausstellung eröffnet.

„Nach dem Großen Krieg“ - „After the Great War“ - ist der Titel einer Open-Air-Ausstellung, die die Folgen und Auswirkungen des Ersten Weltkrieges sowie politische und gesellschaftliche Veränderungen eindrucksvoll darstellt. Sie war bereits in mehreren europäischen Ländern zu sehen. In Bad Ischl ist sie bis Montag, 19. August, aufgrund einer Initiative von Europaabgeordneten Hannes Heide zu bestaunen.
Kaiser Franz Josef unterzeichnete Kriegserklärung in Bad Ischl
„Dass dies gelingen konnte, ist einerseits darauf zurückzuführen, dass Bad Ischl den Titel einer Kulturhauptstadt Europas trägt, und andererseits, dass Kaiser Franz Josef vor 110 Jahren das Manifest 'An meine Völker' und die Kriegserklärung an Serbien hier unterzeichnet hat. Der Platz, auf dem die große, eindrucksvolle Schau gezeigt wird, ist auch deshalb gut gewählt, weil er den Namen der österreichischen Friedensnobelpreisträgerin Bertha von Suttner trägt, die wenige Wochen vor Kriegsbeginn verstorben ist“, weist Heide auf lokale Bezüge hin.
Auswirkungen noch heute spürbar
Gemeinsam mit Vertretern des European Network Remembrance and Solidarity (ENRS), allen voran Professor Jan Rydel, Bürgermeisterin Ines Schiller und Historiker Hannes Leidinger eröffnete Heide die Ausstellung. Welche Veränderungen der Große Krieg brachte, zeigt ein Blick auf die Landkarte: Beim Ausbruch grenzte die österreichisch-ungarische Monarchie an einem Punkt an das Deutsche Reich und an das russische Zarenreich. Am Ende des als „Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts“ bezeichneten Krieges entstanden neue Länder und Grenzen. Leidinger machte in seinem informativen Eröffnungsvortrag klar, dass die Auswirkungen des Ersten Weltkriegs in Konflikten auf der ganzen Welt noch bis heute spürbar und relevant seien - sei es im Nahen Osten, aber auch nach wie vor in Europa wie in der Ukraine, am Balkan oder selbst im Umgang und in den Beziehungen der Länder der europäischen Union untereinander.
Er machte auch deutlich, dass es trotz des offiziellen Kriegsendes zu weiteren kriegerische Handlungen und nationalistischen Konflikte gekommen ist. Rydel führte durch die Kapitel der beeindruckenden Ausstellung, die neue Sichtweisen und aktuelle geschichtswissenschaftliche Erkenntnisse über die Folgen dieses Krieges beinhaltet. Aktuelle Ergebnisse wissenschaftlicher Diskussionen, Bilder, Karten, Filme und persönliche Geschichten zeichnen ein umfassendes Bild des damals neu entstandenen Europas, das noch bis heute nachwirkt.


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