Leitung des Zeitgeschichte Museums Ebensee und KZ-Gedenkstätte übergeben
EBENSEE. Wolfgang Quatember, Gründungsmitglied und langjähriger Geschäftsführer des Zeitgeschichte Museums Ebensee (ZME), hat die Leitung an Nina Höllinger übergeben.

In seiner letzten Vorstandssitzung erzählte Wolfgang Quatember, wie aus der Vision von 1988 eine Erinnerungs-Institution wurde. Unter Quatembers Leitung entwickelte sich das Museum mit der dazugehörigen KZ-Gedenkstätte zu einer Institution, die über Österreich hinaus anerkannt ist. Davon zeugen zahlreiche Forschungsarbeiten und Publikationen.
In Museum und KZ-Gedenkstätte betreut das Team jedes Jahr tausende Schüler sowie zeitgeschichtlich interessierte Besucher. Zu den Aufgaben gehören auch die Gestaltung der jährlichen Befreiungsfeier und die Archivarbeit. Geleistet wird diese Arbeit von einem kleinen, engagierten Team aus Historikern und Zivildienern.
Neue Geschäftsführerin
Mit Nina Höllinger übernimmt eine langjährige Mitarbeiterin die Geschäftsführung. „Für mich ist die pädagogische Vermittlung gerade in der heutigen Zeit ungeheuer wichtig. Der berührendste Teil der Arbeit ist aber der Kontakt mit den Hinterbliebenen von Opfern, die aus aller Welt zu uns kommen. Wir können ihnen das Gefühl geben, dass das Schicksal ihrer Angehörigen sichtbar gemacht wird und dass sie einen Ort des Gedenkens haben“, sagt Höllinger.
Aktuelles aus dem Museum
Als neuer Mitarbeiter verstärkt Andreas Kurz, Historiker aus Attnang-Puchheim, das Team. Derzeit läuft die traditionelle Herbstvortragsreihe, heuer zum Thema „Kirche vom Austrofaschismus bis zur Nachkriegszeit“. Die Referate geben Einblicke in dieses Kapitel österreichischer Zeitgeschichte mit Fokus auf das Salzkammergut.








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