Wasserrettung im Salzkammergut: im Vorjahr drei Leben gerettet
BEZIRK GMUNDEN. Drei Lebensrettungen und mehr als 21.000 ehrenamtliche Einsatz-Stunden: Die Jahresstatistik der Wasserrettung im Salzkammergut ist beeindruckend.

Im vergangenen Jahr wurden 61 Menschen aus See- oder Wassernot evakuiert und drei Personen aus lebensgefährlichen Situationen gerettet. Insgesamt gab es 516 Einsätze, von der Veranstaltungsüberwachung bis zum technischen Hilfseinsatz. Trotzdem starben in der vergangenen Badesaison drei Menschen bei Badeunfällen. Neben ausländischen Badegästen, die die Gefahren der Badeseen unterschätzen, sind dabei vor allem ältere Personen mit Herz-Kreislaufproblemen gefährdet, so die Wasserretter.
In 56 Fällen wurden die Schiffsführer, Taucher und Wildwasserretter durch die Landeswarnzentrale alarmiert. Für eine Flut an Einsätzen sorgte eine abendliche Sturmfront am 17. Juli. Zahlreiche Boote und Besatzungen mussten aus Seenot geborgen werden. Noch Tage später mussten losgerissene und gekenterte Boote geborgen werden. Insgesamt wurden in der vergangenen Saison 16 Sachgüterbergungen, 32 Bergungen von Wasserfahrzeugen sowie acht technische Hilfeleistungen durchgeführt. 222 Stunden verbrachten die Taucher unter Wasser.
Auch volkswirtschaftlich wertvoller Einsatz
Die - von den 300 aktiven ÖWR-Mitgliedern ehrenamtlich geleisteten - 21.000 Einsatzsstunden entsprechen volkswirtschaftlich gesehen rund 430.000 Euro. Der größte Teil davon, 14.000 Stunden, entfiel auf Einsätze und Bäderüberwachungen der acht Salzkammergut-Ortsstellen an Freibädern, Flüssen und Seen. Weitere 6000 Stunden wurden zur Betreuung und Weiterbildung der Jugend aufgewendet, während 1400 Stunden alleine die Ausbildner im Einsatz waren um die ÖWR-Mitglieder in erweiterter Erste Hilfe, Tauchen, Nautik sowie Fließ- und Wildwasserrettung „Up to Date“ zu halten.


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