Asylwerber spielt Bürgermeister Stefan Krapf als Schulwegpolizist frei
GMUNDEN. Bürgermeister Stefan Krapf ist jeden Freitag Morgen als Schulwegpolizist tätig. Damit die Sicherheit der Kinder auch gewährleistet ist, wenn kurzfristig Termine anfallen, springt künftig Ahmad Alsabra ein - Asylwerber aus Syrien und ehemals Bürgermeister seiner Heimatstadt Quaitra.

Die Idee für diese besondere, fast „standesgemäße“ Lösung hatte Schulwegpolizei-Koordinator Reinhard Held. Ihm sei der 45-jährige Jurist Ahmad Alsabra sofort aufgefallen, als er die Gmundner Kandidaten ausgesucht und eingeschult habe, erzählt Held – als besonders intelligent, kooperativ und um Integration bemüht. Bürgermeister Stefan Krapf fungiert ab sofort nur noch als „Springer“ unter Gmundner Schulwegpolizisten.
„Schutz für die Kinder und Möglichkeit zur Integration für die Flüchtlinge“
Krapf ist von der Arbeit der insgesamt sieben Asylwerber unter Gmundens Schulwegpolizisten begeistert: „Für die Sicherheit der Kinder, unserem obersten Ziel, ist das ein wirklich gutes, vernünftiges Programm. Es gibt Flüchtlingen, die sich engagieren und integrieren wollen, die Gelegenheit dazu.“
„Wollen den Österreichern etwas zurückgeben“
Noch weiteren fünf asylsuchenden Männern aus Syrien und dem Irak ist es ein Anliegen, sich mit dieser Form des Sicherheitsdienstes für Schulkinder zu revanchieren. „Dafür, dass sie uns aufnehmen, wollen wir den Österreichern etwas zurückgeben“, sagen sie. Vier werden beim Schutzweg an der Einfahrt in die Lindenstraße für die Brahmsschule tätig sein, ein weiterer vor der Volksschule Ort.


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